24.05.2012 | Expansion

Mietpreise für Ladenlokale in Metropolen steigen überdurchschnittlich

Shopping in der Offenburger Steinstraße mit überproportional steigenden Ladenmieten
Bild: Comfort

Die Mietpreise für Ladenlokale in den 1A-Lagen der deutschen Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main legten laut Comfort um 4,8 Prozent zu - während die Mieten der insgesamt untersuchten 170 Städte im Schnitt nur um 1,1 Prozent zulegten.

Auch über den Verlauf von fünf Jahren hängen die Metropolen den Bundeschnitt mit 23,6 Prozent zu 11,9 Prozent deutlich ab. Hauptursache für den starken Anstieg im vergangenen Jahr ist nach Angaben des Unternehmens die starke Nachfrage nach Ladenlokalen in 1A-Lagen der Metropolen, die sich auf dem höchsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung bewegt. Insbesondere die massive Nachfrage einer Vielzahl internationaler Retailer, die den deutschen Markt für sich erobern wollen, spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

Mieten bundesweit im Aufwärtstrend

47 der untersuchten 170 Städte weisen eine positive Entwicklung auf; bei 80 Städten blieben die Mieten unverändert und in 43 Städten gaben die Mieten nach. Dass die Spitzenmiete in den Top-Lagen der Metropolen München (6,5 %), Berlin (3,8 %), Frankfurt (6,3 %), Hamburg (5,3 %), Düsseldorf (4,6 %) und Köln (2,0 %) aber auch in Stuttgart (2,1 %) oder Hannover (2,8 %) weiter zugelegt hat, ist einleuchtend. Wo die höchsten Mieten bezahlt werden, bieten sich dem filialisierten Einzelhandel im Umkehrschluss auch beste Umsatz- und Profitaussichten.

Interessant ist, dass die Performance der Städte mit Einwohnern zwischen 100.000 - 250.000 Einwohnern mit 0,7 Prozent in einem Jahr und 10,1 Prozent in fünf Jahren etwas besser ausfällt als die der Städte mit Einwohnerzahlen zwischen 250.000 und 500.000 Einwohnern mit 0,6 Prozent in einem und 9,0 Prozent in fünf Jahren. Deutlich schlechter schnitten die Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern ab. Hier bewegten sich die Mieten im vergangenen Jahr im Durchschnitt gar nicht und stiegen im Zeitraum der letzten fünf Jahre nur um 7,4 Prozent.

Aber auch eine Reihe von kleineren und mittleren Städten legt zum Teil überproportional zu: So beispielsweise Offenburg (20 %), Schwerin (14,3 %), Stralsund (12,5 %), Lörrach (+11,1 %), Singen (11,1 %) Fulda (9,1 %), Baden-Baden (9,1 %) Konstanz (7,7 %), Ravensburg (7,1 %), Lüneburg (6,7 %), Bamberg (6,7 %) oder Aschaffenburg (5,3 %). Auffallend ist, dass sich der überwiegende Teil dieser Städte im Süden Deutschlands befindet.

Schlagworte zum Thema:  Marktanalyse, Expansion, Einzelhandel

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