In NRW sind die Nebenkosten für Mietwohnungen besonders hoch Bild: Gk/shotshop.com

Nordrhein-Westfalen (NRW) zählt bei den Mietnebenkosten zu den bundesweiten Spitzenreitern. Nach Berechnungen des Deutschen Mieterbunds lagen die Nebenkosten (auf Grundlage von Nebenkostenabrechnungen 2015) mit durchschnittlich 2,44 Euro monatlich pro Quadratmeter spürbar über dem bundesweiten Vergleichswert von 2,17 Euro. Grund sind die kommunalen Gebühren.

Vor allem die Unterschiede im Bundesvergleich der kommunalen Gebühren – Grundsteuer, Straßenreinigung oder Müllbeseitigung – seien für die hohen Mietnebenkosten verantwortlich, glaubt der Mieterbund. Eine Reform der Grundsteuer wird seit Jahren diskutiert – kommt sie 2018?

Von 2014 bis 2015 waren die durchschnittlichen Mietnebenkosten in Nordrhein-Westfalen demnach deutlich um 44 Cent pro Monat und Quadratmeter angestiegen. Für 2016 und 2017 rechnet der Mieterbund allerdings nicht mit weiteren krassen Anstiegen in NRW.

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), liegen die Wohnkosten inklusive Nebenkosten in Deutschland allgemein weit über dem EU-Durchschnitt

Hoher Anteil von großen Wohnungsbaugesellschaften in NRW

Ein weiterer Grund für die überdurchschnittlichen Nebenkosten in Nordrhein-Westfalen sei der hohe Anteil von großen Wohnungsbaugesellschaften, erklärt der Mieterbund. Diese nutzten die rechtlichen Möglichkeiten, Nebenkosten an die Mieter umzulegen.

Die Mietnebenkosten setzen sich in der Regel etwa zur Hälfte aus Kosten für Heizung, die tendenziell wieder steigen, und Warmwasser sowie aus sonstigen Kosten etwa für kommunale Gebühren, Hausmeister, Gartenpflege, Aufzug oder Versicherungen zusammen.

Schlagworte zum Thema:  Nebenkosten, Wohnung, Miete

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