27.09.2016 | JLL

Studie: Büronebenkosten steigen auf neuen Rekordwert

Kostensteigernd wirkten sich laut JLL vor allem die Ausgaben für Wartung und öffentliche Abgaben aus
Bild: epr/Der Hausinspektor

Die durchschnittlichen Nebenkosten in deutschen Büros sind im Vergleich zum Vorjahr erneut angestiegen: Um drei Cent in klimatisierten beziehungsweise fünf Cent in nicht klimatisierten Gebäuden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von JLL. Mit 3,99 Euro pro Quadratmeter und Monat (klimatisiert) und 3,39 Euro pro Quadratmeter (unklimatisiert) wurden demnach die höchsten bisher registrierten Durchschnittswerte erreicht.

Im Fünfjahresvergleich stiegen die Nebenkosten um sechs Prozent (klimatisierte Gebäude) beziehungsweise vier Prozent (nicht klimatisierte Gebäude). Grund für den Anstieg sind laut JLL vor allem die Kosten für Wartung und öffentliche Abgaben. Leicht rückläufig zeigten sich hingegen die Heizkosten, sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Fünfjahresschnitt. Im Vorjahr waren auch Heizkosten noch Treiber für Mietnebenkosten.

Elf bis zwölf Prozent der gesamten Nebenkosten gehen auf Stromkosten zurück. Sie sind JLL zufolge in den vergangenen fünf Jahren sowohl bei klimatisierten als auch bei unklimatisierten Gebäuden insgesamt um je 20 Prozent gestiegen. Zurückzuführen sei dies auf die Inbetriebnahme neuer Anlagen für Erneuerbare Energien.

Frankfurt nach wie vor mit den höchsten Nebenkosten

Bei Gebäuden hoher Qualität überschritten nach Angaben der Studienautoren die Nebenkosten zum vierten Mal in Folge die Vier-Euro-Marke (4,20 Euro pro Quadratmeter und Monat, nach 4,17 Euro im Vorjahr). Auch mit zunehmender Größe der Gebäude steigen die Gesamtnebenkosten. Vor allem bei den Positionen Wartung und Strom sind aufgrund der Klimatisierung der Hochhäuser deutliche Unterschiede zu beobachten.

Wie im Vorjahr fallen die höchsten Nebenkosten – gemittelt über klimatisierte und unklimatisierte Gebäude hinweg – mit 3,91 Euro pro Quadratmeter und Monat in Frankfurt am Main an. München bleibt mit 3,89 Euro knapp dahinter. Um jeweils einen Cent nachgelassen haben die Kosten in Berlin (3,77 Euro) und in Hamburg (3,71 Euro). Die niedrigsten Nebenkosten innerhalb der Big 5 werden in Düsseldorf gezahlt (3,64 Euro).

Schlagworte zum Thema:  Nebenkosten, Miete, Büro, Büroimmobilie, Studie

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