08.10.2012 | IVD

Mieten steigen insbesondere bei Büros mit mittleren Nutzungswert

In München müssen Mieter mehr als das Dreifache des Bundesdurchschnitts berappen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die gute Nachfrage nach Büroflächen spiegelt sich in den Preisen wider, die laut IVD in fast allen Kategorien und Städtegrößen leicht angestiegen sind. Auffallend ist: Mieten für Büros mit mittlerem Nutzungswert in Großstädten sind am stärksten angestiegen sind (+ 3,9 Prozent).

Wie der IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2012 zeigt, sind an zweiter Stelle beim Mietpreisanstieg Büros mit einfachem Nutzungswert (+ 2,6 Prozent). Die Büromieten für Flächen mit gutem Nutzungswert sind zwar deutschlandweit um 1,9 Prozent gestiegen, in den Großstädten aber nur um durchschnittlich 0,9 Prozent.

"Diese Entwicklung zeigt einen neuen Trend zur Bescheidenheit und sagt viel über die derzeitige Kostensensitivität neuer beziehungsweise expandierender Büromieter aus", sagt Jens-Ulrich Kießling, Präsident des Immobilienverbands IVD. Mieter wählten lieber eine Bürofläche mit mittlerem Nutzungswert zu einer Nettokaltmiete von knapp neun Euro pro Quadratmeter (Durchschnitt in Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern) als 13 Euro für ein Büro mit guter Ausstattung in repräsentativer Lage.

Veränderung der Nettokaltmieten für Büroflächen mit gutem Nutzwert in Prozent

Die von den IVD-Researchern berichteten Schwerpunktmieten der Großstädte betragen im Jahr 2012 in München 28 Euro je Quadratmeter in den besten Lagen der Innenstadt und 19 Euro in mittleren Lagen, in Düsseldorf 19 Euro (12 Euro), Frankfurt 19 Euro (14 Euro), Köln 15 Euro (10 Euro), Hamburg 13 Euro (8 Euro) und Berlin 14 Euro (8 Euro).

Im Bundesdurchschnitt liegt die Miete für ein Büro mit gutem Nutzungswert bei 7,95 Euro je Quadratmeter, nach zuletzt 7,63 Euro im Jahr 2011. Im mittleren Nutzungswert liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei gegenwärtig 5,87 Euro nach 5,78 Euro im Vorjahr. Dabei muss in München mit 19 Euro mehr als das Dreifache und in Frankfurt fast das Zweieinhalbfache dieses Preises bezahlt werden.

Interessant ist, dass das sogenannte Kleinflächensegment mit Mietverträgen über maximal 340 Quadratmeter schätzungsweise rund die Hälfte aller Büro-Vermietungen ausmacht.

Leerstand rückläufig

Die weiterhin steigenden Mieten für Büros zeigen, dass die Nachfrage nach Büroflächen in der Breite gut ist. Die Mieten liegen mittlerweile in allen Nutzungskategorien über dem Niveau vor der Wirtschafts- und Finanzkrise. Im Zuge dieser Entwicklung ist die Leerstandsquote weiter gesunken und liegt derzeit bei rund neun Prozent. "Der rückläufige Büroflächenleerstand ist auf das niedrige spekulative Fertigstellungsniveau zurückzuführen", erläutert Schick.

Schlagworte zum Thema:  Büroimmobilie, Büromiete

Aktuell

Meistgelesen