08.11.2012 | Comfort

Mieten für Ladenlokale in 1A-Lagen steigen moderat

München bleibt in Sachen Mietpreis-Spitzenreiter vor Berlin
Bild: Kaufingertor

Die Einzelhandelsmieten in den von Comfort untersuchten 1A-Lagen von 150 Städten sind in den ersten neun Monaten 2012 moderat gestiegen: Um durchschnittlich 1,7 Prozent stiegen die Werte für kleinere Ladenlokale, um 1,1 Prozent die der Verkaufsflächen ab 300 Quadratmetern.

Dabei fällt die Entwicklung der Mieten regional und unterteilt nach Stadtgrößen unterschiedlich aus. Die Entwicklung in diesem Jahr wird maßgeblich von den teilweise deutlichen Steigerungen in den beliebten Einkaufsmetropolen getragen. Die Mieten in den Top-Seven steigen im Durchschnitt um 7,4 Prozent.

Der reine Durchschnittswert beleuchtet einen bundesweiten Trend, der sich nicht zwangsläufig über alle Regionen und Bundesländer und Städte in gleicher Weise zieht: In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern etwa steigen die Mietpreise im Schnitt um rund fünf Prozent und liegen damit deutlich über Bundesdurchschnitt. Interessanterweise entwickeln sich die Städte der Größenordnung zwischen 250.000 und 500.000 Einwohnern mit einem Plus von 1,7 Prozent nur durchschnittlich.

Unterdurchschnittlich entwickeln sich Städte mit Einwohnerzahlen zwischen 100.000 und 250.000 mit einem Plus von 1,1 Prozent. Die geringste Performance weisen Städte mit Einwohnerzahlen zwischen 50.000 und 100.000 auf. Hier wurde im Schnitt nur eine Steigerung um ein halbes Prozent konstatiert.

Großstädte weiter im Aufwind

Damit hat sich der bereits im vergangenen Jahr beobachtete Trend zu moderat steigenden Mieten fortgesetzt. Die grundsätzlich stabile Mietpreisentwicklung entspricht der ebenfalls stabilen Nachfrage nach Ladenlokalen in den 1A-Lagen. Insbesondere in den Metropolen ziehen die Mietpreise deutlich an.

So verzeichneten die besten Lagen an der Tauentzienstraße in Berlin Steigerungen um 14,3 Prozent auf nunmehr 320 Euro pro Quadratmeter und in München stiegen die Mieten für beste Lagen noch einmal um drei Prozent auf nunmehr 340 Euro pro Quadratmeter. Auch in Frankfurt zogen die Mietpreise an der Zeil noch einmal um 9,8 Prozent auf 280 Euro pro Quadratmeter an. Die Spitaler Straße in Hamburg steigerte sich um 6,6 Prozent auf 275 Euro pro Quadratmeter; die Schildergasse in Köln verteuerte sich um 3,8 Prozent auf 280 Euro pro Quadratmeter. Die Königsallee in Düsseldorf verbesserte sich um 8,7 Prozent auf 250 Euro pro Quadratmeter und die Königstraße in Stuttgart um 6,1 Prozent auf 260 Euro pro Quadratmeter.

Spitzenreiter bleibt München

Insgesamt weisen 35 der untersuchten 150 Städte eine positive Entwicklung auf, während in 26 Städten die Mieten sinken. Der große Rest der Städte verbleibt auf dem Mietniveau des Vorjahres. Im Verlauf der vergangenen fünf Jahre stiegen die Mieten für die kleineren Ladenlokale in den 1A-Lagen um 7,3 Prozent an. Die größeren Ladenlokale steigerten sich um 4,7 Prozent.

Spitzenreiter im Wettbewerb um die höchste Ladenmiete in Deutschland bleibt nach wie vor München. Für kleinere Ladenlokale mit einer Verkaufsfläche zwischen 80 und 120 Quadratmetern an der Kaufinger oder der Neuhauser Straße sowie am Marienplatz werden rund 340 Euro pro Quadratmeter bezahlt. Berlin folgt vor Köln, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf auf dem zweiten Platz.

Zu den großen Gewinnern in diesem Jahr zählen neben den erwähnten Metropolen sowie den Städten Stralsund und Schwerin die Städte Erlangen, Konstanz, Coburg, Regensburg, Kempten und Bayreuth mit Steigerungsraten zwischen 7,1 Prozent und 8,6 Prozent. Auch in Göttingen stiegen die Mieten mit 8,2 Prozent überdurchschnittlich. Absoluter Gewinner des diesjährigen Rankings ist die Tauentzienstraße in Berlin.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Einzelhandelsimmobilie, Mietpreis

Aktuell

Meistgelesen