| Patrizia-Studie

Signifikanter Anstieg der Mieten an größten Investmentstandorten seit 2008

Steigende Mieten durch Wohnungsknappheit
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Schere zwischen Wohnungsangebot und –nachfrage öffnet sich in den westdeutschen Top-6-Städten immer weiter. Das führt zu deutlichen Mietsteigerungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der Patrizia Immobilien AG.

Während der Wohnungsneubau bestenfalls stagniert, steigt die Nachfrage in den Ballungsräumen durch steigende Bevölkerungszahlen. „Eine Begrenzung des Mietwachstums ist nur durch den verstärkten Neubau und die Verdichtung von Wohnungen möglich, nicht aber durch oft diskutierte Maßnahmen wie Mietobergrenzen“, sagt Dr. Marcus Cieleback, Leiter Research der Patrizia Immobilien AG und Autor der Studie. Untersucht wurde die Mietentwicklung über einen Zeitraum von 30 Jahren in den Städten Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart.

Ausschlaggebend für die Mietentwicklung ist das Verhältnis von Fertigstellungen und Bevölkerungswachstum. Über die vergangenen 30 Jahre haben sich diese beiden Faktoren laut Patrizia antizyklisch entwickelt: So herrschte zwischen 1984 und 1990 Bevölkerungswachstum, gleichzeitig kamen je 1.000 Einwohner weniger neue Wohnungen auf den Markt. Eine Entwicklung, die auch seit 1999 wieder auftritt: „In den vergangenen Jahren scheint der Druck auf dem Wohnungsmarkt noch dadurch verstärkt zu werden, dass keine Rückkehr zum langfristigen Durchschnitt mehr zu beobachten ist“, sagt Cieleback.

Das Problem verschärfen würde laut Patrizia die gegenwärtig diskutierte Begrenzung der Miethöhe. „Eine solche Maßnahme ist ein kurzfristiges Kurieren am Symptom, die eigentlichen Wurzeln der Mietsteigerungen werden ignoriert“, sagt Cieleback.

Schlagworte zum Thema:  Miete, Mietvertrag

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