10.03.2015 | Corpus Sireo

Mieten an B-Bürostandorten steigen stärker als in A-Städten

Die Spitzenmiete in Dresden liegt bei zwölf Euro pro Quadratmeter
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Das Interesse der Investoren an B-Bürostandorten bleibt hoch: Die Mieten wuchsen zwischen Ende 2013 und Ende 2014 um drei Prozent auf durchschnittlich 8,10 Euro pro Quadratmeter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Corpus Sireo. In den Top-7-Städten stiegen die Mieten nur um 1,8 Prozent auf 13 Euro. Einer der umsatzstärksten deutschen Märkte ist Dresden.

Die durchschnittlichen Angebotsmieten liegen an den B-Standorten zwischen 6,70 Euro pro Quadratmeter in Leipzig und 9,90 Euro in Mannheim. Im Durchschnitt erreichen sie 8,10 Euro, was einem Anstieg um drei Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2013 (7,86 Euro) entspricht. Mannheim legte im Gesamtjahr 2014 um zehn Prozent zu und löste damit Bonn als teuersten B-Standort ab.

An den Top-7-Standorten bewegen sich die Durchschnittsmieten zwischen 10,50 Euro in Köln und 16 Euro in München. Die bayerische Landeshauptstadt verzeichnete einen Preisschub um 3,8 Prozent im Jahr 2014. Am anderen Ende der Skala ging es hingegen bergab, die Büromieten in Köln sanken um ein Prozent. Insgesamt sind die Angebotsmieten an den A-Standorten im Jahr 2014 um 1,8 Prozent auf durchschnittlich 13 Euro pro Quadratmeter und Monat gestiegen.

Die Durchschnittsmieten an den B-Standorten sind damit um mehr als einen Prozentpunkt stärker angestiegen als an den A-Standorten. Hintergrund sind insbesondere hochpreisige Neubauten sowie Mietanstiege im preisgünstigen Segment. Perspektivisch ist auch im Jahr 2015 mit einem weiteren Mietpreisanstieg zu rechnen.

Bei den Altersklassen der Gebäude an B-Standorten bleiben Altbauten (Baujahr vor 1945) sowie moderne Neubauten (Baualter unter drei Jahren) auf den Spitzenplätzen. Interessant ist die Entwicklung der Bestandsobjekte aus den Baujahren zwischen 1945 und 1995: Die durchschnittlichen Quadratmetermieten stiegen im Jahr 2014 um fünf Prozent auf acht Euro.

Fokusstadt Dresden

Der Büromarkt in Dresden verfügt über 3,4 Millionen Quadratmeter Mietfläche. Der Büroflächenumsatz lag in den vergangenen Jahren stabil zwischen 80.000 und 90.000 Quadratmetern. Das macht Dresden zu einem der umsatzstärksten Märkte unter den 14 untersuchten Potenzialstandorten. Mit einer durchschnittlichen Quadratmetermiete von 7,10 Euro ist Dresden ein sehr günstiger Standort.

Dresden verzeichnet Beschäftigungswachstum, in den Jahren von 2012 bis 2014 wuchs die Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter um 8,5 Prozent. Entsprechend ist der Leerstand in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken und liegt zum Jahresende 2014 bei rund 9,6 Prozent der Büroflächen. Seit dem Jahr 2008 sind die Büromieten nur um 4,6 Prozent gestiegen, die Spitzenmiete liegt bei zwölf Euro pro Quadratmeter.

Als Landeshauptstadt und Universitätsstadt ist Dresden durch Stabilität auf dem Immobilienmarkt gekennzeichnet. Angesichts geringer Neubautätigkeit und stabiler Nachfrage wird ein weiterer Rückgang des Leerstands und ein moderater Anstieg der Durchschnittsmiete erwartet.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Gewerbeimmobilien, Büroimmobilie

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