06.11.2014 | Aengevelt

Miet- und Kaufpreisteigerungen lassen in guten Lagen nach

In guten Lagen sind Preissteigerungen zunehmend weniger möglich
Bild: Ingo Heine

Der Aengevelt-Wohninvestment-Index AWI sinkt im Herbst 2014 über alle Lagen hinweg auf 67,7 Punkte, nach 68,7 Punkten im Sommer. Das Miet- und Kaufpreisniveau steigt zwar noch an, nähert sich aber dem Marktgleichgewicht mit 40 bis 60 Punkten. Vor allem in guten Lagen sind Preissteigerungen zunehmend weniger möglich.

Der Rückgang des AWI vollzog sich dabei zum zweiten Mal in Folge über alle Wohnlagen. In guten Lagen gab er sogar bereits zum achten Mal in Folge nach und liegt mit nur noch 66,2 deutlich unter dem Höchststand im Herbst 2012 (80,8).

"Zum einen wird vielerorts ein natürlicher Mietpreisdeckel erreicht, zum anderen sind häufig Mietpreiserhöhungen bei den Bestandsmieten bereits erfolgt", so Markus Schmidt, Leiter Aenegvelt-Research.

Grundsätzlich rechnet rund die Hälfte (51 Prozent) der Befragungsteilnehmer aber immer noch mit steigenden Mieten: In mittleren Lagen erwarten dies 60 Prozent (Sommer 2014: 64 Prozent), in guten Lagen 50 Prozent (Sommer 2014: 55 Prozent) und selbst in einfachen Lagen sind es 44 Prozent (Sommer 2014: 50 Prozent).

Eine Entspannung für den Wohnungsmarkt sieht Schmidt nicht: Zwar rechnen unverändert 39 Prozent der Teilnehmer mit steigenden Investitionen in den Mietwohnungsneubau, für einfache Lagen ist die Quote allerdings mit 23 Prozent rückläufig (Sommer 2014: 29 Prozent).

Mit einem Rückgang der Mieten rechnen (über alle Lagen) lediglich sechs Prozent (Sommer 2014: sieben Prozent). In mittleren Lagen rechnen mit zwei Prozent der Befragten die wenigsten mit nachgebenden Mieten (Sommer 2014: vier Prozent). In einfachen Lagen trifft das auf sechs Prozent zu (Sommer 2014: zehn Prozent). In guten Lagen können sich mittlerweile immerhin elf Prozent vorstellen, dass die Mieten nachgeben (Sommer 2014: neun Prozent; Frühjahr 2014: acht Prozent).

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