19.02.2015 | Marktanalyse

Miet- und Kaufpreise stiegen um bis zu 16 Prozent

Leipzig ist die einzige der untersuchten Städte, wo die Kaufpreise für Eigentumswohnungen sanken.
Bild: Ich-und-Du ⁄

Im zweiten Halbjahr 2014 sind Mieten und Kaufpreise  für Wohnungen wieder stärker gestiegen. Den größten Anstieg der Mietpreise verzeichnete Berlin mit einem Plus von neun Prozent. Bei den Kaufpreisen lag Frankfurt mit einem Zuwachs von 16 Prozent vorne. Das geht aus einer Untersuchung von JLL hervor.

Den größten Anstieg der Mietpreise im zweiten Halbjahr 2014 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013 verzeichnete Berlin mit einem Plus von neun Prozent auf 8,65 Euro pro Quadratmeter und Monat. In Stuttgart legten die Mieten um fünf Prozent auf 11,50 Euro pro Quadratmeter zu. München und Leipzig registrierten ein Mietpreiswachstum von jeweils vier Prozent, die Mieten in Frankfurt und Düsseldorf erhöhten sich um drei Prozent. Im ersten Halbjahr 2014 war das Mietwachstum noch moderater ausgefallen.

Kaufpreise haben noch stärker angezogen

Im gleichen Zeitraum deutlich stärker gestiegen sind die Kaufpreise für Eigentumswohnungen. Zweistellige Wachstumsraten werden seit dem zweiten Halbjahr 2013 in Frankfurt (plus 16 Prozent auf 3.900 Euro pro Quadratmeter), Berlin (plus 13 Prozent auf 2.900 Euro pro Quadratmeter) und Köln (plus zehn Prozent auf 2.720 Euro pro Quadratmeter) beobachtet. Wohnungen in München (5.900 Euro pro Quadratmeter), Hamburg (3.720 Euro pro Quadratmeter) und Stuttgart (3.000 Euro pro Quadratmeter) verteuerten sich jeweils um neun Prozent. In Düsseldorf schlug ein Plus von vier Prozent zu Buche. Nur Leipzig erfährt von den untersuchten Städten auf Jahressicht sinkende Preise (minus vier Prozent auf 1.330 Euro pro Quadratmeter).

Keine Preisblase bei Eigentumswohnungen

JLL sieht jedoch weiterhin keine Anzeichen für eine Preisblase. „Die seit einigen Jahren zu beobachtende Entkopplung der Kauf- und Mietpreisentwicklung - stärkerer Anstieg der Kauf- gegenüber der Mietpreise - wird häufig als Indiz für eine Blase im Eigentumswohnungsmarkt angeführt“, so Sebastian Grimm, bei JLL Team Leader Residential Valuation Advisory Frankfurt. Zu berücksichtigen sei aber, dass in dieser Assetklasse überwiegend Privatanleger mit häufig guter Eigenkapitalausstattung investierten oder Eigennutzer. Eine nachhaltige Rendite als vorrangige Investitionsentscheidung stehe bei ihnen weniger im Vordergrund als bei institutionellen Anlegern, deren Fokus eher auf Mehrfamilienhäuser oder ganze Portfolios gerichtet sei. 

Schlagworte zum Thema:  Marktanalyse, Miete, Eigentumswohnung

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