19.08.2014 | Umfragen

Mehrheit der Deutschen ist mit ihrer Wohnung unzufrieden

Wer einen Balkon hat, fühlt sich in seiner Wohnung wohler.
Bild: Gewofag

56 Prozent der Deutschen fühlen sich in ihrer Wohnung nicht rundum wohl. Die Gründe: laute Nachbarn, zu wenige Zimmer und der fehlende Balkon. Jeder Zweite lehnt es zudem ab, seine Wohnung unterzuvermieten. Das zeigen zwei repräsentative Umfragen der Immobilienportale Immowelt.de und Immobilienscout24.

Immowelt hat 1.015 Personen befragt, davon 621 Mieter. Lärm und Platzmangel sind demnach die größten Frust-Faktoren: 19 Prozent der Unzufriedenen finden ihre Wohnung zu hellhörig. Dass die aktuelle Bleibe zu wenige Zimmer hat, stört 18 Prozent. Auch Wohnungen ohne Balkon oder Terrasse kommen bei den Befragten nicht gut an: Der fehlende Außenbereich ist für 16 Prozent der Unzufriedenen ein Ärgernis. 

Eigentümer sind mit ihrer Wohnung wesentlich zufriedener.

Während 64 Prozent der Mieter etwas an ihrer Wohnung auszusetzen haben, sind es bei den Eigentümern nur 42 Prozent. Wer sich durch einen Kauf langfristig an eine Wohnung bindet, prüft diese im Vorfeld offenbar genauer. Mieter hingegen können eine Wohnung schnell und unkompliziert wechseln und sind daher eher bereit, Kompromisse einzugehen. Außerdem haben Eigentümer die Möglichkeit, die Wohnung den eigenen Wünschen entsprechend zu gestalten.

Untervermietung ist nicht beliebt

Bei der Umfrage von Immobilienscout24 ging es um Untermieter, 1.031 Menschen wurden befragt. Obwohl die Mieten in den deutschen Großstädten weiter steigen und Wohnraum aufgrund der beruflichen Mobilität oftmals ungenutzt bleibt, würden die meisten Deutschen ihre privaten Räume nicht an Fremde untervermieten. Als Grund für die Ablehnung von Untermietern nannten rund 70 Prozent der Befragten ihre Privatsphäre, rund 50 Prozent haben Angst vor Diebstahl und Zerstörung. Frauen stehen einer Untervermietung noch skeptischer gegenüber als Männer.

Nur jeder fünfte Umfrageteilnehmer (22 Prozent) hat seine Wohnung oder einzelne Zimmer schon einmal untervermietet. Frauen sind dabei noch zurückhaltender als Männer (17 versus 29 Prozent). Für mehr als jeden zweiten Deutschen (55 Prozent) ist es kategorisch ausgeschlossen, Fremde in der eigenen Wohnung übernachten zu lassen.

Schlagworte zum Thema:  Umfragen, Wohnung, Marktanalyse

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