| FAP-Barometer

Mehr als 50 Prozent der Banken beobachten Überhitzungen

Überhitzungen sind vor allem regional zu beobachten
Bild: FAP

Mehr als die Hälfte der Banken registrieren Überhitzungen auf dem deutschen Immobilienmarkt. Dementsprechend ist die Stimmung unter den gewerblichen Immobilienfinanzierern zum Jahresbeginn 2014 gesunken. Mit einem Minus von 0,51 Basispunkten gegenüber dem 4. Quartal 2013 steht das FAP-Barometer jetzt bei einem Wert von +1,53 Punkten.

Interessant ist die Einschätzung der Befragten nach Sektoren des Immobilienmarktes, auf denen bereits Überhitzungen beobachtet werden. Von den 56,3 Prozent der Befragten, die bereits Tendenzen erkennen, nennen 70,3 Prozent den Wohnimmobilienmarkt, 13,5 Prozent das Segment Einzelhandel und 10,8 Prozent den Büroimmobilienmarkt.

Das Neugeschäft der gewerblichen Kapitalgeber entwickelt sich weiterhin stabil. 35,8 Prozent der Befragten vermelden ein stagnierendes Neugeschäft, 34,0 Prozent berichten von einem unverändert ansteigenden Neugeschäft. Dabei differenzieren sich die Kreditvolumina weiter aus: 7,5 Prozent (Vorquartal: 2,6 Prozent) finanzieren im Neugeschäft Projekte mit  durchschnittlich über 100 Millionen Euro Kreditvolumen, im unteren Bereich berichten 28,3 Prozent (Vorquartal: 17,9 Prozent) von durchschnittlichen Kreditsummen unter 10 Millionen Euro. Das Gros der Kredite liegt mit 50,9 Prozent weiterhin zwischen 10 und 50 Millionen Euro.

Büroimmobilien bleiben auf Rang 1 der finanzierten Immobilientypen

Bei den derzeit finanzierten Immobilientypen bleiben Büroobjekte mit 23,0 Prozent (Bestand) beziehungsweise 19,0 Prozent (Projektentwicklung) auf Rang 1, gefolgt von Wohnimmobilien und Einzelhandelsobjekten.

Die Rahmenbedingungen für Finanzierungen werden weniger progressiv gewertet als im Vorquartal. 36,7 Prozent der Befragten werten die Bedingungen als progressiv gegenüber 45,4 Prozent Ende 2013. Das ist aber immer noch der zweithöchste Wert seit dem Start des FAP-Barometers – vor einem Jahr sahen nur 6,9 Prozent progressive Bedingungen.

Mehr als 60 Prozent der Kreditgeber registrieren gleichbleibende Finanzierungsbedingungen. Nur 1,7 Prozent erkennen restriktivere Rahmenbedingungen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienfinanzierer

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