25.11.2015 | Top-Thema Megatrend in der Immobilienbranche: Digitalisierung

Praktikable Lösungen: Cloud-Dienste und ERP-Systeme

Kapitel
Cloud-Computing ermöglicht den schnellen und einfachen Datentransfer - ohne kostenintensive Infrastruktur.
Bild: Deutsche Telekom

Um IT-Systeme dauerhaft sicher betreiben zu können, ist zusätzlich zur geeigneten Infrastruktur ebenfalls ein hohes Maß an technischem Expertenwissen notwendig - das ist teuer: Cloud-Lösungen und ERP-Systeme minimieren die Kosten und steigern die Effektivität.  

Voraussetzung für die erfolgreiche Datennutzung ist der Einbezug eines ERP-Systems (Enterprise-Resource-Planning-System). "Ohne die Funktionen von ERP könnten wir die digitalisierte Industrie 4.0 nicht umsetzen", sagt Dirk Bingler, Vorsitzender des Arbeitskreises ERP im Bitkom. In der Industrie, wo solche Programme die Produktionskette übergreifend steuern, kommen bereits mobile Geräte zum Einsatz. Auch in der Wohnungswirtschaft nutzen Mitarbeiter verstärkt ERP-Anwendungen mit Zugriff über Tablets und Smartphones.

Datenverwaltung per Cloud-Computing

Damit kommt einem weiteren digitalen Trend eine wachsende Bedeutung zu: dem Cloud-Computing. Im Privaten laden viele Anwender ihre Dokumente, Fotos oder ihre Musik bereits in die Cloud, oftmals ohne sich Gedanken zu machen, wo ihre Daten eigentlich liegen. Sie merken nur eines: Es ist komfortabel. Und was sie im täglichen Leben schätzen und nutzen, wollen sie in der Regel irgendwann auch beruflich nutzen.

 

"Langfristig führen die Wege in die Cloud."

Carsten Thies, Geschäftsführer Haufe-Lexware Real Estate AG

 

Bisher scheuen sich vor allem kleine und mittlere Unternehmen davor, Daten auf fremden Servern zu lagern oder Softwaredienste über das Internet zu beziehen. Die Angst vor Datenklau und Cyberangriffen ist scheinbar übermächtig. Auch rechtliche Unsicherheiten sind ein Hinderungsgrund. Doch stellt sich die Frage, ob die eigene IT-Abteilung einen besseren Schutz gewährleistet als ein spezialisierter Cloud-Dienstleister.

IT-Sicherheit: Eine Frage von Know-How und Kosten

Die laufende Pflege und Wartung der Systeme, das Installieren und kontinuierliche Aktualisieren von Sicherheitssoftware, Brandfrüherkennung, alternative Stromversorgung, Doppelboden zur Kühlung oder eine automatische Löschanlage im Serverraum können kleine und mittelständische Unternehmen nicht im gleichen Maße leisten wie professionelle Rechenzentren. Gleichzeitig werden Mieter, Mitglieder und der Gesetzgeber die Unternehmen weiter dazu zwingen, sich professionell aufzustellen, um personen- und unternehmensbezogene Daten zu schützen. Haufe-Geschäftsführer Carsten Thies ist sich sicher: "Die nächste Generation der Lösungen für die Wohnungswirtschaft wird nicht mehr lokal genutzt werden, sondern in der Cloud." Dafür investiert Haufe in den kommenden fünf Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag in die Weiterentwicklung seiner Produkte für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. "Langfristig führen die Wege in die Cloud", kündigt Thies an. Allerdings wird Haufe Lösungen anbieten, bei denen die Kunden selbst entscheiden können, ob und wann sie in die Cloud wechseln wollen.

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Dieses Top-Thema ist der dritte Teil unserer vierteiligen Serie zu den großen Entwicklungen in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft. Im nächsten Teil beleuchten wir das Thema Ökologie und gehen auf zukünftige Energiekonzepte ein.

Mehr Hintergrundinformationen zu den aktuellen Entwicklungen in der Banche:

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Schlagworte zum Thema:  ERP, ERP-Software, Cloud Computing, Cloud, Digitalisierung, Innovation, Internet der Dinge

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