06.10.2015 | MEC

Studie: Fachmarktzentren lösen Shopping-Center ab

Fachmarktzentren (hier das Hanse Center in Rostock) lösen Shopping Center beim Investoreninteresse ab
Bild: Fotodesign Thomas Ulrich

Fachmarktzentren haben sich auf Platz 1 der Wunschliste von Einzelhandelsinvestoren gesetzt und sind damit auf dem besten Weg, Shopping Center als bevorzugtes Investment abzulösen. Das ist zentrales Ergebnis des Fachmarktzentren-Reports, der auf der Expo Real vorgestellt wurde. Die Studie hat MEC Metro-ECE Centermanagement zusammen mit Corpus Sireo, Dr. Lademann & Partner, GfK und TH Real Estate sowie erstmals auch Savills realisiert.

Die dritte Ausgabe von „Fachmarktzentren in Deutschland“ widmet sich dem Schwerpunktthema "Kundenorientierung".

Grund für ein radikales Umdenken und die Notwendigkeit zur strikten Kundenorientierung, so heißt es in der Studie, ergibt sich, weil die Wertschöpfung im Bereich der Fachmarktzentren und Hybrid Center künftig vor allem in der Bewirtschaftung von Bestandsobjekten liege. Großflächige Neuentwicklungen seien schon jetzt eine Ausnahme.

Geleistet werden könne dieser Managementansatz nur durch integrierte Netzwerkorganisationen, gebildet aus allen am Betrieb beteiligten Parteien. Denn: Art, Anzahl und Umfang der Kundenbeziehungen bei Handelsimmobilien seien sehr komplex. Die Wünsche der verschiedenen Kunden, zum Beispiel Verbraucher, Mieter, Investoren und Kommunen, stünden teilweise in Widerspruch zueinander.

Um alle Interessen optimal aufeinander abzustimmen und dabei attraktive Renditen zu erwirtschaften, sei das integrierte Zusammenspiel autonomer Spezialisten, die auf das gleiche Ziel hinwirkten, der effektivste Weg.

Fachmarktzentren bevorzugtes Investment

Derzeit ist der Handel mit Fachmarktzentren laut der Studie auf Rekordkurs, die Renditeerwartungen der Investoren entsprechend hoch. Mit einer Spitzenrendite von rund 5,5 Prozent hätten sich Fachmarktzentren auf Platz 1 der Wunschliste von Einzelhandelsinvestoren gesetzt und seien damit auf dem besten Weg, Shopping Center als bevorzugtes Investment abzulösen.

"Gut möglich, dass das auch dauerhaft so bleibt", prognostiziert der Head of Retail Investment Germany bei Savills, Jörg Krechky. Beim Erfolg der Center komme es nicht nur auf die Lage an, heißt es in der Studie. Mit einem eigens entwickelten Scoringmodell, das die Kriterien Standort, Konzept, Angebot und Management berücksichtigt, wurden die 260 deutschen Fachmarktzentren untersucht. Die Top-20-Fachmarktzentren sind im Durchschnitt 27.900 Quadratmeter groß, haben eine Raumleistung von 4.400 Euro pro Quadratmeter und Jahr und einen Durchschnittsumsatz von 118 Millionen Euro.

Der stationäre Handel ist kein Auslaufmodell

Wird der wachsende Onlinehandel zu einem geringeren Flächenbedarf führen? Dazu bietet der Marktbericht drei mögliche GfK-Zukunftsszenarien zur Verkaufsflächenentwicklung. Generell geht die Studie davon aus, dass der Flächenbedarf bis 2025 in der Summe in etwa so hoch bleiben wird wie heute.

Schlagworte zum Thema:  Studie, Management

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