| Pestel-Institut

Marktsegment "Betreutes Wohnen" liegt brach

Marktpotenzial: Senioren selbstständiges Wohnen in geeigneten Apartments ermöglichen
Bild: Haufe Online Redaktion

In den nächsten acht Jahren werden rund 2,5 Millionen Wohnungen für Senioren benötigt. Mangel herrscht vor allem an kleinen, bezahlbaren barrierefreien Apartments. Hier liegt laut einer aktuellen Studie des Pestel-Instituts ein großes Marktpotenzial für Pflegeheim-Betreiber brach.

Eine beachtliche Zahl der Senioren sei auf Pflege angewiesen, ohne in ein Pflegeheim umziehen zu wollen. "Pflegeheime könnten einen Teil des Bedarfs auffangen, indem sie in ihrer direkten Nachbarschaft Anlagen für Betreutes Wohnen errichten", sagt Dr. Michael Held, Geschäftsführer des Immobilienentwicklers Terragon, der auf seniorengerechtes Wohnen spezialisiert ist.

Bundesweit stellen die derzeit insgesamt rund 10.000 Pflegeheime zirka 830.000 Dauerpflegeplätze zur Verfügung. Würden nur 30 Prozent zusätzlich in Anlagen für Betreutes Wohnen zur Verfügung gestellt, wären bereits knapp 250.000 Wohneinheiten geschaffen.

Terragon: Staatliche Bauprogramme wenig geeignet

Forderungen nach staatlichen Bauprogrammen in diesem Segment sieht Terragon skeptisch. "Private Projektgesellschaften aus Finanzierern, Betreibern und Immobilienprofis können renditestarke Anlagen errichten, ohne den Staat einbinden zu müssen", so Held weiter.

Es sei der Wunsch vieler Senioren, sich Freiheiten zu erhalten und dennoch in bezahlbaren, alltagstauglichen Wohnungen zu leben. Es handle sich hierbei um eine klassische Marktnachfrage, die entsprechend bedient werden sollte.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Projektentwicklung

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