Marktreport: Serviced Apartments auf dem Vormarsch

Jeder zweite Betreiber von Serviced Apartments will sein Angebot in den nächsten Jahren erweitern, wie eine Studie der Agentur Apartmentservice zeigt. Demnach wollen rund 33 Prozent ein oder mehrere neue Objekte eröffnen und weitere 13 Prozent planen, zusätzliche Einheiten zu schaffen. Bis einschließlich 2019 werden dem Report zufolge etwa 11.800 Einheiten eröffnen, was einem Marktwachstum um 37 Prozent entspricht.

2016 haben Apartmentservice zufolge 61,5 Prozent der befragten Betreiber im Serviced-Apartments-Segment ihre Preise um bis zu zehn Prozent erhöht. Dem gegenüber stehen nur 12,8 Prozent, die ihre Preise um bis zu zehn Prozent gesenkt haben. Je länger ein Haus am Markt war, desto häufiger wurde eine Preisminderung vorgenommen. Die Auslastung der Häuser hat sich bei 77 Prozent stabilisiert.

Der bereits im Vorjahr erkennbare Trend zu Studio-Einheiten unter 25 Quadratmeter hat sich der Studie zufolge 2016 fortgesetzt. Bis 2014 fokussierte sich das Serviced-Apartment-Angebot auf Studio-Einheiten mit rund 30 Quadratmetern sowie Zwei-Zimmer-Einheiten zwischen 40 und 45 Quadratmetern. Mit der wachsenden Nachfrage nach kostengünstigeren Einheiten ist der Anteil der Studio-Einheiten mit weniger als 25 Quadratmetern laut Apartmentservice auf 38 Prozent gestiegen. Dabei werden bei Neuentwicklungen die Studios generell kleiner geplant.

Visionapartments, ein Schweizer Anbieter für Serviced Apartments, will möblierte Wohnungen mit Service bis 2018 auf 2.000 Apartments verdoppeln. Auch andere moderne Konzepte sind auf dem Markt: In Berlin hat im April ein Co-Living-Space eröffnet, in dem junge Berufstätige unter anderem gemeinsam wohnen. Andere Städte wollen nachziehen.

Bis zu 65 Prozent der Buchungen erfolgen online

Der wichtigste Vertriebskanal der klassischen Apartmenthäuser für Tages- bis Monatsaufenthalte ist die eigene Website, während etwa bei den Apartmenthotels am häufigsten Online-Plattformen genutzt werden.

Problematisch ist nach wie vor die Onlinebuchbarkeit ab 28 Nächten. Auf den Longstay spezialisierte Onlinevermittler sind zwar am Markt, da die Systeme aber nicht ausgereift sind, werden sie laut Apartmentservice bisher nur von zwei Prozent der Buchenden genutzt.

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