20.06.2012 | Marktmonitor Immobilien 2012

Mangelndes Angebot an Immobilien macht sogar "Ladenhüter" teuer

Immer häufiger werden überzogene Preise bezahlt
Bild: MEV-Verlag, Germany

Weil Alternativen fehlen, verkaufen 20 Prozent der Makler inzwischen Objekte, die bisher keiner haben wollte. Das ergibt die Studie Marktmonitor Immobilien 2012 von Internetportal immowelt.de und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen.

Die Käufer sind aus Maklersicht auf der Suche nach Sicherheit und anfällig für überhöhte Preisforderungen. Jeder fünfte Immobilienmakler verzeichnete in den vergangenen zwölf Monaten eine derart gestiegene Nachfrage, dass seine Kunden sogar Ladenhüter kaufen. Dass selbst bislang verschmähte Objekte ihre Käufer finden, erklärt sich dadurch, dass insgesamt weniger neue Angebote auf den Markt kommen, wie 46 Prozent der Makler feststellen. Aus Maklersicht liegt demzufolge eine deutliche Verknappung des Angebots vor.

Überzogene Preise werden toleriert

Die dünne Angebotslage in den Maklerbüros ist allerdings nicht die einzige Konsequenz des Nachfrageüberhangs: 20 Prozent der Makler erleben bei ihren Kunden auch die Bereitschaft, auf sehr hohe Preisforderungen der Verkäufer einzugehen. Verleitet vom Wunsch, die Immobilie zu besitzen, bezahlen sie mitunter überhöhte Preise.

Den großen Käuferansturm führt fast jeder zweite Immobilienmakler (46 Prozent) auf einen Mangel an sicheren alternativen Geldanlageformen zurück. Mit Immobilien scheinen viele Kunden schon früher gute Erfahrungen gemacht zu haben: Zu 71 Prozent haben es die Makler mit Besitzern von mindestens einer weiteren Immobilie zu tun.

Schlagworte zum Thema:  Makler, Analyse, Angebot, Mangel, Immobilien

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