| Marktbericht

Wohninvestment-Index AWI gibt nach

Markus Schmidt, Aengevelt Research: "Für finanzstarke Mieter gibt es zunehmend mehr Auswahl."
Bild: Aengevelt Research

Fazit der aktuellen Sommerbefragung 2013: Nachdem der Wohninvestment-Index AWI des Immobiliendienstleisters Aengevelt im Frühling noch einmal leicht gestiegen ist (auf 71 Punkte), gab er nun bei der aktuellen Sommerbefragung wieder auf 69,7 Punkte nach. Er liegt damit immer deutlicher unter Spitzenwert von 71,4, der im Herbst 2012 erzielt wurde.

Für den AWI, der Stimmungen und Einschätzungen zur zukünftigen Entwicklung an den Wohnungsmärkten (Mietwohnungs- und Wohninvestmentsegment) hinsichtlich Angebot, Nachfrage und Miet-/Kaufpreise erfasst wird wird quartalsweise die Einschätzung von jeweils rund 200 Experten aus allen Bereichen der Wohnimmobilienwirtschaft erfasst.

Rückgang in guten Lagen

Markus Schmidt, Leiter Aengevelt-Research fasst zusammen: „Der Rückgang ist in allen Lagen zu beobachten. Als Trend manifestiert hat sich dies allerdings bislang nur in guten Lagen: Hier ist der lagedifferenzierte AWI nun zum dritten Mal in Folge gesunken. Hinsichtlich weiterer überdurchschnittlicher Miet- und Kaufpreissteigerungen haben gute Wohnlagen ihren Zenit damit überschritten.“ Entwarnung für den gesamten Wohnungsmarkt gibt Schmidt indessen nicht: „Nachfragegerechte und bezahlbare Wohnungen bleiben insbesondere in den Wachstumskernen knapp. Zwar rechnen 40 Prozent der Befragten mit steigenden Investitionen in den Mietwohnungsneubau, der Erwartungsschwerpunkt liegt hier aber auf guten (56 Prozent) und mittleren (45 Prozent) Lagen, während damit nur 18 Prozent in einfachen Lagen rechnen.“

Mieten in preiswerten Lagen steigen 

Fazit Schmidt: „Finanzstarke und urbanorientierte Mieter profitieren von der Situation. Für diese Gruppe gibt es zunehmend mehr Auswahl und zugleich verlangsamt sich das Mietpreiswachstum in den guten Lagen. Schwieriger wird die Situation für weniger zahlungskräftige Haushalte: Zwar können sie (noch) zum Teil auf preiswertere Lagen ausweichen, allerdings steigen auch hier die Mieten und das unabhängig von der Objektqualität“.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Marktanalyse, Wohnimmobilien

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