19.04.2012 | Marktanalyse

Retail Investments nehmen deutlich ab

Mit 33 Prozent hatten Fachmärkte den größten Anteil am Umsatz
Bild: Haufe Online Redaktion

Mit einem Transaktionsvolumen von 1,54 Milliarden Euro liegen Retail Investments im 1. Quartal diesen Jahres 56 Prozent hinter dem Vergleichswert 2011 zurück. Zu diesem Ergebnis kommt BNP Paribas Real Estate.

Verantwortlich für den Rückgang ist in erster Linie, dass bislang kaum großvolumige Verkäufe stattgefunden haben. Lediglich zwei Shoppingcenter-Transaktionen über 100 Millionen Euro wurden im 1. Quartal registriert. Vor diesem Hintergrund sind Einzelhandelsobjekte im Ranking der Nutzungsarten, welches sie im Vorjahr klar angeführt hatten, wieder auf Platz 2 hinter Büroobjekte zurückgefallen.

In den Big-Six-Standorten wurde im 1. Quartal ein Umsatz von 534 Millionen Euro erzielt und damit ebenfalls 35 Prozent weniger als Anfang 2011. Zwischen den einzelnen Städten sind allerdings erhebliche Unterschiede festzustellen.

München und Berlin legen spürbar zu

Während Frankfurt und Köln mit einem Umsatzrückgang von jeweils 89 Prozent und Düsseldorf (-80 %) erhebliche Einbußen verkraften mussten, konnten München (+81 %) und Berlin (+15 %) spürbar zulegen. Gleiches gilt auch für Hamburg, wo mit +89 Prozent nicht nur der höchste Zuwachs, sondern mit 202 Millionen Euro auch das größte Investitionsvolumen zu verzeichnen war. Verantwortlich hierfür ist in erster Linie der Verkauf eines 45 Prozent-Anteils der Europa-Passage.

Fachmärkte liegen vorn

Nachdem Shoppingcenter im Vorjahr unangefochten an der Spitze standen, liefern sie sich 2012 bislangein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Geschäftshäusern und Fachmärkten, die mit einem Anteil von 33 Prozent am Transaktionsvolumenknapp vorne liegen. Shoppingcenter folgen mit 32 Prozent auf Rang zwei nur unwesentlich vor Geschäftshäusern, die mit 31 Prozent den dritten Platz belegen. Darüber hinaus wurden rund vier Prozent des Investmentumsatzes in Kauf- und Warenhäuser angelegt.

Equity/Real Estate Funds am aktivsten

Ähnlich den Objektklassen sind auch die aktiven Investorentypen breit gestreut. Insgesamt fünf unterschiedliche Anlegergruppen kommen auf zweistellige Umsatzanteile. An erster Stelle liegen Equity/Real Estate Funds (22 %), dicht gefolgt von Spezialfonds mit einem Anteil von 19 Prozent. Aber auch Versicherungen (17 %) und private Anleger (13 %) waren im 1. Quartal umfangreich am Marktgeschehen beteiligt. Gleiches gilt für Projektentwickler, die immerhin noch auf einen Umsatzanteil von zehn Prozent kommen. Zusammen sind diese fünf Investorentypen für rund 81 Prozent des Transaktionsvolumens verantwortlich.

Schlagworte zum Thema:  Einzelhandel

Aktuell

Meistgelesen