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Eigennutzer dominieren Hamburger Logistikmarkt

Eigennutzer stellen die Mehrheit
Bild: Haufe Online Redaktion

Auf dem Hamburger Logistikmarkt wurden in den ersten drei Monaten 2012 rund 23 Prozent weniger Flächen umgesetzt als im Vergleichsquartal 2011. Der Anteil der Eigennutzer am Gesamtumsatz lag bei 57 Prozent, so Jones Lang LaSalle.

Im langfristigen Vergleich bewegen sich die ersten drei Monate 2012 auf durchaus überdurchschnittlichem Niveau: Fünf- und Zehn-Jahresdurchschnitt der ersten Quartale wurden um knapp 40 Prozent überschritten.„Rekorde wie 2011 sind in der Regel nicht zu toppen", sagt Per McKinnell, Leiter Industrie Immobilien Jones Lang LaSalle Hamburg.

Vor allem bei der Anzahl der Deals (unter 40) sei für das erste Quartal die Rückkehr zu einer gewissen Normalität zu notieren. Zwei großvolumige Eigennutzerdeals waren allein für knapp die Hälfte des Umsatzvolumens verantwortlich. Zusammen mit drei weiteren Deals, allesamt zwischen 5.000 und 5.500 Quadratmetern, machen die Top 5 bereits 60 Prozent des Umsatzvolumens aus.

Handel inklusive E-Commerce spielt eine wichtige Rolle

Dreiviertel des Umsatzes entfallen auf Transport, Verkehr, Lagerhaltung (50.000 m²) und Handel (47.000 m²). „Damit liegt Hamburg im europäischen Trend: Logistikdienstleister kehren wieder verstärkt auf den Markt zurück, Handel inklusive E-Commerce spielen eine immer wichtigere Rolle", so McKinnell.

Gerade der Handel benötige großvolumige Flächen, doch die blieben im Stadtgebiet knapp. Eine Ausweichbewegung ins nördliche und südliche Hamburger Umland ist bei großen Eigennutzerobjekten, die maßgeschneidert für den jeweiligen Nutzer gebaut werden („built-to-suit"), zu erkennen. Entsprechend liegt der Anteil der Eigennutzer am Gesamtumsatz im ersten Quartal bei ungewöhnlich hohen 57 Prozent (Q 1 2011: 25 %; Q1 2007 - Q 1 2011: 17 %).

Die Hälfte des Gesamtvolumens entfällt auf das Umland. Spekulative Fertigstellungen bleiben Mangelware. Von den im ersten Quartal insgesamt rund 18.000 Quadratmetern fertig gestellten Logistikflächen, steht dem Markt so gut wie nichts mehr zur Verfügung. Statistisch bewegt sich dieses Volumen 50 Prozent unter dem Quartalsschnitt seit 2003.

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