Luxusimmobilien: Deutsche Städte beim Preisanstieg vorne

Berlin und Frankfurt sind die beiden Städte, in denen die Preise für Luxusimmobilien am stärksten angestiegen sind – wenngleich sich die Wachstumsraten in Berlin verlangsamt haben. Damit liegt die Bundeshauptstadt im weltweiten Trend.

Der Prime Global Cities Index des Immobilienberatungsunternehmens Knight Frank bildet die Preisentwicklung von Luxus-Wohnimmobilien in 46 internationalen Städten ab. Zuletzt hat sich der durchschnittliche Anstieg der Preise im oberen Marktsegment deutlich abgeschwächt. Im Juni 2019 verzeichnete der Index weltweit ein Plus von 1,4 Prozent. Das war zwar eine leichte Verbesserung gegenüber 1,3 Prozent im März 2019, aber immer noch erheblich niedriger als der Vier-Jahres-Durchschnitt von 3,8 Prozent.

Zwölf Prozent Wachstumsraten in Berlin und Frankfurt

Entgegen dieses Trends sind die Preise im Luxus-Segment in Frankfurt von 9,6 auf 12 Prozent gestiegen. Eine noch leicht höhere Wachstumsrate verzeichnete auch Berlin: Allerdings ist dort der Preisanstieg von 14,1 im März auf 12,7 Prozent im Juni zurückgegangen. Damit liegen die beiden deutschen Städte jedoch immer noch auf den Plätzen eins und zwei des weltweiten Rankings. Durchschnittlich kosten Wohnimmobilien im Luxussektor in Berlin und Frankfurt aktuell rund 11.500 Euro beziehungsweise 13.500 Euro pro Quadratmeter.

Preisanstieg verlangsamt sich

Von den 46 im Index abgebildeten Städte verzeichneten 35 (78 Prozent) im Jahresverlauf bis zum Juni 2019 einen Anstieg der Preise. Von den elf Städten, die im Vorjahresvergleich einen Preisrückgang erlebten, waren Istanbul (minus 9,9 Prozent) und Vancouver (minus 13,6 Prozent) die schwächsten Märkte. Sechs europäische Städte befinden sich im Index aktuell in den Top-Ten, während es im letzten Quartal noch sieben waren: Die schottische Stadt Edinburgh rutschte auf den zwölften Platz. Dass sich der Preisanstieg verlangsamt hat, liegt laut Kate Everett-Allen, Partner International Residential Research bei Knight Frank, am "zunehmenden wirtschaftlichen Gegenwind".

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