08.06.2015 | Lünendonk®-Liste 2015

Facility-Service-Unternehmen wachsen im Schnitt um 6,2 Prozent

Marktführer in Deutschland ist weiterhin Bilfinger Facility Service
Bild: Bilfinger/Friedrich Stark

Die zehn größten deutschen Facility-Service-Unternehmen (FS) haben 2014 im Inland im Schnitt um 6,2 Prozent wirtschaftlich zugelegt. Hierin enthalten sind auch Umsätze aus Übernahmen und Fusionen. Die Top 25 wuchsen durchschnittlich um 4,4 Prozent. Im Jahr 2013 lag der Wert noch bei 5,3 Prozent. Das ist ein Ergebnis der neuen Lünendonk®-Studie. Marktführer in Deutschland ist Bilfinger Facility Service.

Die Umsätze aller 65 Teilnehmer stiegen im Mittel um 3,5 Prozent. An Fahrt gewonnen haben integrierte Service-Angebote, eine höhere Nachfrage an länderübergreifenden Projekten sowie das Geschäft mit Übernahmen und Fusionen (M&A).

Dagegen spielen die viel diskutierten Trendthemen Energiemanagement und Nachhaltigkeit im Leistungsspektrum immer noch eine untergeordnete Rolle.

Top 25 knacken 10 Milliarden-Euro-Marke

Die Inlandsumsätze der 25 führenden FS-Anbieter stiegen im Geschäftsjahr 2014 auf 10,2 Milliarden Euro. Dies ist das bisher höchste von Lünendonk gemessene Umsatzvolumen (2013: 9,8 Milliarden Euro; 2012: 9,3 Milliarden Euro).

Rund 250.000 Mitarbeiter trugen 2014 zu diesem Ergebnis bei. Auch die Gesamtumsätze (einschließlich der Auslandsumsätze) der führenden 25 Anbieter erreichten im Jahr 2014 Rekordhöhen: 12,7 Milliarden Euro betrug der kumulierte Umsatz. Davon entfielen 71 Prozent auf die Top 10 (neun Milliarden Euro).

Bilfinger und Strabag mit Milliardenumsätzen

Marktführer in Deutschland ist weiterhin Bilfinger Facility Service. Das Neu-Isenburger Unternehmen wuchs in 2014 im Inland auf 1.241 Millionen Euro (plus 4,6 Prozent). Hierbei handelt es sich um rein organisches Wachstum. Den Gesamtumsatz steigerte der FS-Anbieter erstmals auf über zwei Milliarden Euro.

Der Inlandsumsatz der Strabag Property and Facility Services ist seit 2014 ebenfalls zehnstellig: Mit rund einer Million Euro belegt das Frankfurter Unternehmen die Position zwei im deutschen FM-Markt (plus 16,5 Prozent). Hierin ist der Umsatz der von Voith erworbenen DIW vollständig konsolidiert.

Ebenfalls aus dem Bundesland Hessen kommt der Drittplatzierte: Die Frankfurter Wisag Facility Service festigt durch ein Umsatzwachstum von vier Prozent auf 852 Millionen Euro Rang drei. Dussmann Service kommt mit einem Zuwachs von 5,7 Prozent auf 830 Millionen Euro und rückt nah an das Spitzentrio heran. Spie legt ebenfalls überdurchschnittlich zu und rangiert mit einem Inlandsumsatz von 690 Millionen Euro auf Platz fünf (plus 6,2 Prozent). Compass stabilisiert mit 647,3 Millionen Euro Rang sechs (plus 0,3 Prozent).

Cofely und Sodexo tauschen die Plätze

Cofely legt mit pus 14 Prozent überdurchschnittlich zu und macht im Vergleich zum Vorjahr einen Platz gut. Mit 528 Millionen Euro liegt das Kölner Unternehmen auf Position sieben. Sodexo folgt mit 488 Millionen Euro (minus 0,4 Prozent) – bereinigt um die Umsätze mit Service-Gesellschaften und Organschaften. Rang neun nimmt mit 450,6 Millionen Euro der FS-Anbieter Piepenbrock ein. Das Osnabrücker Unternehmen legte im Jahr 2014 um 3,5 Prozent zu; dabei sind die Umsätze bereinigt um die Instandhaltungs-Leistungen, die in einem separaten Ranking geführt werden.

Kötter steigt auf, Vinci rutscht ab

Gegenbauer schließt mit 435,4 Millionen Euro Inlandsumsatz die Top 10 ab. Das Berliner Unternehmen, das in diesem Jahr das 90-jährige Firmenjubiläum begeht, legte um 1,3 Prozent zu. Kötter steigerte in 2014 den Umsatz um 9,1 Prozent und belegt mit 418 Millionen Euro Platz elf des Rankings. Klüh folgt mit 396,7 Millionen Euro (1,6 Prozent).

Vinci findet sich auf Rang 13 wieder. Aufgrund von Umstrukturierung sowie Ausgliederung von Geschäftseinheiten innerhalb des Konzerns verbuchte das Mannheimer Unternehmen einen Rückgang auf 336,4 Millionen Euro (minus 18,5 Prozent). Ebenfalls Umsatzrückgänge mussten ISS Facility Services (243 Millionen Euro; minus 6,9 Prozent) und Götz (203,6 Millionen Euro; 0,7 Prozent) hinnehmen. Nah beieinander liegen Caverion (174,7 Millionen Euro) und Johnson Controls (170,0 Mio. Euro). Aufgrund des überdurchschnittlichen Wachstums von Caverion klettert der Münchener Anbieter auf Position 16 (+6,8%). Sauter FM liegt mit 161,4 Millionen Euro auf Platz 18 (+2,9%), gefolgt von Dorfner (156,0 Mio. Euro; +0,7%).

Zur Studie
Die detaillierte Lünendonk®-Studie über den deutschen Facility-Service-Markt, in die 65 Unternehmen einbezogen wurden, legt Lünendonk im Juli 2015 zum Preis von 1.800,- Euro vor (zzgl. Mehrwertsteuer, inkl. Versand als PDF-Datei). Am Jahresende 2015 komplettiert Lünendonk mit den erstmals erstellten Studien über die FM-Märkte Österreich und Schweiz die Marktübersicht für den gesamten deutschsprachigen Raum.


Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Facility Management

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