04.03.2015 | Cushman & Wakefield

London bleibt der teuerste Büromarkt der Welt

In London werden bis zu 195,33 Euro pro Quadratmeter gezahlt
Bild: Haufe Online Redaktion

Londons West End bleibt im dritten Jahr in Folge der teuerste Büromarkt der Welt vor Hongkong. Das ist ein Ergebnis einer Studie des Immobilienberaters Cushman & Wakefield (C&W). Die Spitzenmieten kletterten um 4,6 Prozent auf 195,33 Euro pro Quadratmeter monatlich. München auf Platz 23 ist teuerster deutscher Bürostandort.

In den nächsten zwölf Monaten rechnen die Berater von Cushman & Wakefield auch in Londoner B-Lagen mit Mietpreissteigerungen. Auch einer Studie von Savills zufolge war London 2014 mit Kosten von 121.000 US-Dollar pro Jahr und Person das teuerste Pflaster für die Unterbringung von Personal.

Auf London, das unangefochten auch den Spitzenplatz in der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) einnimmt, folgt zweitplatziert der Moskauer Büroflächenmarkt. Obwohl hier die Spitzenmieten um 17 Prozent regelrecht einbrachen, sicherte das starke Wachstum der Vorjahre den zweiten Rang.

Paris komplettiert die Top-3-Standorte der EMEA-Region. Auch hier wurde ein Abschwung der Mieten um 6,3 Prozent sowie der Gesamtkosten (Mieten, Betriebskosten und Steuern) um 3,9 Prozent über das Jahr 2014 verzeichnet.

Dublin zeigte in der EMEA-Region das höchste Wachstum und kletterte um sechs Plätze auf Rang 19. Dubai und Doha verbessern sich in der Liste der teuersten Büromärkte je um drei beziehungsweise vier Plätze und landen auf den Rängen 11 und 13.

Deutschland belegt den 23. Platz im Ranking: Hier ist München der teuerste Bürostandort, an dem 2014 brutto 46,75 Euro pro Quadratmeter monatlich Spitzenmiete aufgerufen wurden. Im benachbarten Österreich lag Wien mit 28,50 Euro pro Quadratmeter monatlich auf dem 43. Platz und am Schweizer Bürostandort Genf, Platz 16, betrug die Büromiete in der Spitze 61 Euro pro Quadratmeter monatlich.

Asien/Pazifik mit uneinheitlicher Entwicklung

In der Region Asien/Pazifik ist C&W zufolge für 2015 mit einem weiteren Mietanstieg in den meisten Gateway-Cities der Region zu rechnen. Ein Großteil der dortigen Märkte verzeichnet eine Leerstandsrate von unter sieben Prozent. Sie werden somit Ziel weiterer neuer Projektentwicklungen sein und ein stabiles Mietpreisniveau aufweisen.

Aber auch hier gibt es vereinzelt Ausnahmen: Das Mietpreiswachstum in chinesischen Sekundärstandorten sowie australischen Primärstandorten ist durch bestehende Flächenangebote und neu entwickelte Flächen gedrückt worden.

Auf Hongkong, das im globalen Ranking den zweiten Platz einnimmt, folgt der Connaught Place in Neu Delhi, danach steht die japanische Hauptstadt Tokio in der Rangliste der teuersten Büromärkte der Welt. Regional hält Sydney einen soliden vierten Platz. Manila verzeichnet den stärksten Anstieg der Gesamtmietkosten.

Das chinesische Wachstum liegt noch weit über dem anderer Länder, dennoch verlangsamte es sich. Dies wirkt sich wiederum dämpfend auf die Binnennachfrage aus. Obwohl die Mieten auch hier über das Jahr gefallen sind, kann Peking einen achten Platz im globalen Ranking einnehmen.

Amerika: New York ist Glanzlicht, Bogota ist Aufsteiger

Manhattan mit Midtown, Madison/5th Avenue setzt den Glanzpunkt auf dem Kontinent. Es folgen Rio de Janeiro und Sao Paulo in Brasilien. In der Spitzengruppe gab es seit 2013 keine Bewegung.  New York profitiert nach wie vor von einem stabilen Arbeitsmarkt; in den Branchen (Informations-)Technologie sowie Werbung- und Medien wurden hier die meisten neuen Bürobeschäftigten verzeichnet.

Die Vermietungskapazität in New York lag 2014 bei über drei Millionen Quadratmetern und damit so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr. Die „Mega-Deals“ kehrten auf die Bühne zurück: es gab 28 Neuvermietungen über der Marke von 100.000 Quadratfuß (rund 9.300 Quadratmeter). Robuste Anmietungsaktivitäten drückten die Leerstandsrate erstmals seit Juli 2012 auf einstellige Werte.

Der Star unter den Städten Süd- und Nordamerikas ist Bogota; hier sind die Preise um 26 Prozent gestiegen. War die Hauptstadt Kolumbiens 2013 im C&W-Ranking noch auf Platz 14, so steht die Andenmetropole in 2014 diesmal auf dem sechsten Platz.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büroimmobilie

Aktuell

Meistgelesen