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Logistikinvestments Europa mit schwachem Jahresauftakt

Mit rund 500 Millionen Euro bleibt internationales Kapital stärkste Quelle
Bild: Haufe Online Redaktion

Ein schwacher Jahresauftakt kennzeichnet die investiven Aktivitäten auf Europas Märkten für Industrieimmobilien. Bemerkenswerte Ausnahmen: Deutschland und Polen. Dort wurden Logistikobjekte im Wert von insgesamt 238 Millionen Euro verkauft.

Deutlich rückläufig war dagegen das Volumen insgesamt: Europaweit waren Einbußen von 40 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres zu notieren. Mit 1,5 Milliarden Euro wurde zwischen Januar und Ende März 2012 weniger als die Hälfte des Kapitals bewegt, das in den vergangenen drei Monaten in 2011 unterwegs war.

„Im ersten Quartal des laufenden Jahres gewinnt wieder vorsichtiges Herantasten an investives Engagement an Einfluss", so Penny Hacking, bei Jones Lang LaSalle Leiterin European Logistics/Industrial Capital Markets.

Deutschland unter den Top 3

Großbritannien, Deutschland und Frankreich bleiben die Märkte mit dem höchsten Transaktionsvolumen. Auf die Top 3 entfielen knapp 1,2 Milliarden Euro, annähernd 80 Prozent des europäischen Gesamtvolumens. Dabei punktete im Vergleich zum Vorjahr allerdings nur Deutschland (+12 % auf 350 Mio. Euro). Die beiden anderen Großen mussten 16 Prozent Einbußen (GB auf 715 Mio. Euro) beziehungsweise knapp 50 Prozent (Frankreich auf 115 Mio. Euro) hinnehmen.

Noch deutlich rückläufiger waren die Beneluxländer (- 85%) und Skandinavien (- 72%). Italien, Portugal und Spanien kamen zusammen auf ein Minus von 53 Prozent. Dabei konnte Italien allerdings immerhin einen leichten Zuwachs von sieben Prozent verbuchen. Das stärkste jährliche Wachstum wies mit 40 Prozent Polen auf.

Internationales Kapital bleibt stärkste Quelle

Der prozentuale Anteil der grenzüberschreitenden Transkationen bewegte sich im 1. Quartal 2012 bei 52 Prozent (2011 gesamt: 65%). Mit rund 500 Millionen Euro bleibt internationales Kapital aber stärkste Quelle und ist für ein Drittel des Gesamtvolumens verantwortlich, dicht gefolgt von britischen Investoren.

In den ersten drei Monaten 2012 wurde Kapital aus internationalen Quellen in nur vier Länder investiert: In die drei Kern-Märkte Großbritannien, Deutschland und Frankreich sowie Polen. Mit 43 Prozent hatte Großbritannien (220 Mio. Euro) den größten Anteil, gefolgt von Deutschland (34 %; 170 Mio. Euro) und Polen (21%; 100 Mio. Euro), während gerade mal zwei Prozent (10 Mio. Euro) den Weg nach Frankreich fanden.

Schlagworte zum Thema:  Logistik, Investment Property, Europa

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