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Studie: Mieten in NRW flächendeckend gestiegen

Von den zehn teuersten untersuchten nordrhein-westfälischen Postleitzahlgebieten lagen neun in Köln
Bild: Ruth Rudolph ⁄

Die Mieten in Nordrhein-Westfalen (NRW) sind laut einer Studie, die CBRE im Auftrag des Wohnungskonzerns LEG erstellt hat, zwischen April 2015 und März 2016 um durchschnittlich 2,1 Prozent auf 6,38 Euro je Quadratmeter gestiegen. In den beiden vorangegangenen Jahren lagen die Steigerungsraten lediglich bei 1,6 und 1,7 Prozent. Neun der teuersten Gebiete liegen demnach in Köln.

Die Düsseldorfer Stadtteile Oberkassel und Niederkassel schafften es mit einer durchschnittlichen Angebotsmiete von 12,23 Euro pro Quadratmeter und Monat als einzige Gebiete außerhalb von Köln unter die teuersten zehn Standorte (Rang 3). Die Preisspanne reichte von 11,53 bis 12,33 Euro pro Quadratmeter und Monat.

In besonders günstigen Lagen seien Wohnungen dagegen bereits für durchschnittlich 4,44 Euro je Quadratmeter zu mieten. Die im Juli 2015 in NRW eingeführte Mietpreisbremse zeigt dem Konzern zufolge bislang keine Wirkung.

Neben den beiden Metropolen am Rhein hätten auch in Aachen die Angebotsmieten zwischen 2010 und 2015 um mehr als 20 Prozent zugelegt, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent. Unter den kleineren Städten und Kreisen sei nur im Kreis Paderborn mit plus 21,3 Prozent ein vergleichbarer Anstieg zu beobachten gewesen.

Wohnkostenbelastung der Haushalte sinkt trotz Mietsteigerungen auf 18,2 Prozent

Die Entwicklung der Einkommensverhältnisse lässt die durchschnittlichen Wohnkosten pro Haushalt jedoch weiter sinken, wie der LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2016 weiter zeigt.

2015 lag demnach die durchschnittliche Haushaltskaufkraft in NRW bei 3.752 Euro pro Monat und damit rund 100 Euro höher als ein Jahr zuvor. Trotz der moderat gestiegenen Mietangebotspreise reichte das aus, um die Wohnkostenquote im Bundesland erneut sinken zu lassen: Von im Schnitt 18,7 Prozent im Jahr 2014 auf 18,2 Prozent in 2015.

Eigentumswohnungen in Düsseldorf am teuersten

Die Preise für Eigentumswohnungen in den Top-12-Standorten stiegen im Schnitt um 5,6 Prozent auf 1.583 Euro pro Quadratmeter (Vorjahr 1.499 Euro). Die teuersten Märkte für Eigentumswohnungen waren Düsseldorf (3.000 Euro pro Quadratmeter), Münster (2.940 Euro pro Quadratmeter) und Köln (2.889 Euro pro Quadratmeter).

Die Kaufpreise für Mehrfamilienhäuser wiesen mit einem durchschnittlichen Plus von ebenfalls 5,6 Prozent auch eine höhere Steigerungsrate als im Vorjahr (3,8 Prozent) auf. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag bei 899 Euro (Vorjahr 851 Euro pro Quadratmeter). An der Spitze liegen auch hier Köln (2.297 Euro pro Quadratmeter), Düsseldorf (2.182 Euro pro Quadratmeter) und Münster (2.007 Euro).

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Schlagworte zum Thema:  Studie, Miete

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