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NRW verzeichnet 2013 ein Wachstum um rund 65.000 Personen

Münster ist für Zuwanderer besonders attraktiv
Bild: Presseamt Münster/ Tilmann Roßmöller

In Nordrhein-Westfalen ist 2013 die Bevölkerung durch Zuzug um rund 65.000 Menschen gewachsen. Das ist ein Ergebnis des Wohnungsmarktreports "NRW 2014" des Immobilienunternehmens LEG. Vor allem Menschen mit ausländischen Wurzeln entscheiden sich für das Bundesland. Beliebt sind besonders Köln, Düsseldorf und Münster.

Seit 2010 ist der Trend in Nordrhein-Westfalen mit einem Saldo von plus 17.324 Einwohnern wieder positiv – mit wachsender Dynamik. Im Jahr 2011 betrug der Wanderungssaldo schon rund 43.000 und im Jahr 2012 lag er bei rund 53.000 Personen.

Da seit dem Jahr 2006 der Wanderungssaldo der Umziehenden mit deutscher Herkunft im Bundesland rückgängig ist, wird das Wachstum seitdem ausschließlich durch die Zuwanderung von ausländischen Mitbürgern getragen. Eine Ausnahme stellt Münster dar: Hier ziehen im Durchschnitt fast ebenso viele deutsche wie ausländische Personen hin (1.148 versus 1.530). Dies ist ansonsten nur noch im Rheinisch-Bergischen Kreis der Fall (448 versus 652).

Der Großteil des Wanderungsgewinns ist auf die Gruppe der 15- bis 40-jährigen ausländischen Mitbürger zurückzuführen sowie auf Kinder unter fünf Jahren. Unter Deutschen verlässt hingegen genau diese Altersgruppe (15- bis 40-Jährige) das Bundesland. Ebenso zieht es ältere Ausländer ab 65 Jahren aus Nordrhein-Westfalen weg.

Anziehungspunkte sind insbesondere die Städte Köln, Düsseldorf und Münster sowie die umliegenden Kreise Rhein-Sieg-Kreis, Rhein-Erft-Kreis und Rhein-Kreis Neuss. Im Jahr 2013 verzeichneten diese ein Wanderungsplus von jeweils mehr als 2.000 Menschen. Essen, Dortmund und Duisburg verzeichneten hohe Wanderungsgewinne von mehr als 2.000 Neubürgern.

Nur in sechs der 54 Standorte war der Wanderungssaldo im vergangenen Jahr trotz des Zuzugs aus dem Ausland insgesamt negativ: Am stärksten betroffen war der Märkische Kreis mit einem Minus von 2.072 Menschen, außerdem der Hochsauerlandkreis ( 604) sowie die Kreise Höxter (-247), Olpe (-199), Lippe (-113) und der Oberbergische Kreis ( 15). Deutsche Familien verlassen insbesondere die ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens sowie die Städte Duisburg, Gelsenkirchen, Wuppertal, Bochum und auch Bonn.

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