München ist besonders beliebt unter Jobsuchenden und Studenten: Das macht die Stadt zu einer der teuersten weltweit. Bild: Corbis

Ob digitale Nomaden der Generation Y, die nach neuen beruflichen Herausforderungen suchen, oder Studenten, die sich im Ausland weiter qualifizieren wollen – je beliebter die Destination, desto teurer kann sich ein Umzug gestalten. Die Suchplattform Nestpick hat die Kosten recherchiert, die im ersten Monat eines Umzugs anfallen, und ein Ranking der 80 angesagtesten Städte erstellt. In Deutschland zahlt man in München am meisten mit 1.666,82 Euro (weltweit Rang 26).

Für das "Städteranking für Lebensunterhaltungskosten im ersten Monat" hat Nestpick 80 Städte, die Top-Universitäten oder eine florierende Startup-Szene aufweisen, analysiert und folgende Faktoren berücksichtigt:

  • Gebühren und Bearbeitungszeiten von Visa
  • Mietpreise
  • Internet- und Telefongebühren
  • Ausgaben für Essen und Trinken
  • Kosten für den Nahverkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Keine deutsche Stadt unter den teuersten zehn Städten weltweit

Dubai ist die teuerste Stadt im Ranking mit 3.632,65 Euro im ersten Monat basierend auf den Lebenshaltungskosten. Den Löwenanteil machen hier die Visa-Kosten aus mit 1.818,78 Euro, während die Miete im Vergleich der weltweiten Top-Ten mit 1.145 Euro noch relativ moderat ausfällt. Vergleichsweise teuer sind in Dubai auch die Internetkosten mit 94,66 Euro.

Top Ten weltweit

  1. Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) 3.632.65 Euro / Monat (Miete: 1.145 Euro)
  2. Auckland (Neuseeland) 3.420.14 Euro / Monat (Miete: 789,27 Euro)
  3. San Francisco (USA) 3.216.00 Euro / Monat (Miete: 2.031 Euro)
  4. New York (USA) 2.879.33 Euro / Monat (Miete: 1.711 Euro)
  5. London (Großbritannien) 2.738.59 Euro / Monat (Miete: 1.363 Euro)
  6. Sidney (Australien) 2.561.08 Euro / Monat (Miete: 1.285 Euro)
  7. Oslo (Norwegen) 2.474.08 Euro / Monat (Miete: 1.011 Euro)
  8. Zürich (Schweiz) 2.474.08 Euro / Monat (Miete: 1.181 Euro)
  9. Tel Aviv (Israel) 2.469.87 Euro / Monat (Miete: 921 Euro)
  10. Amsterdam (Niederlande) 2.330.43 Euro / Monat (Miete: 1.080 Euro)

Die ägyptische Hauptstadt Kairo ist die preisgünstigste Variante mit 560,41 Euro im ersten Monat nach dem Umzug und landet auf Rang 80. Die Miete mach hier nur 221,81 Euro aus.

München landet im weltweiten Ranking auf Platz 26

Als teuerste deutsche Stadt landet München im Ranking auf Platz 26 mit 1.666,82 Euro Gesamtkosten im ersten Monat.
Top Ten Deutschland

  1. München: Gesamt 1.666,82 Euro, davon 1.009 Euro Miete (Rang weltweit: 26)
  2. Frankfurt am Main: Gesamt 1.575.20 Euro, davon 853 Euro Miete (Rang weltweit: 28)
  3. Düsseldorf: Gesamt 1.407.85 Euro, davon 526,28 Euro Miete (Rang weltweit: 32)
  4. Hamburg: Gesamt 1.376.70 Euro, davon 668 Euro Miete (Rang weltweit: 33)
  5. Berlin: Gesamt 1.309.40 Euro, davon 691 Euro Miete (Rang weltweit: 40)
  6. Karlsruhe: Gesamt 1.208,39 Euro, davon 591,70 Euro Miete (Rang weltweit: 46)
  7. Köln: Gesamt 1.159,57 Euro, davon 522 Euro Miete (Rang weltweit: 49)
  8. Stuttgart: Gesamt 1.137,05 Euro, davon 510,79 Euro Miete (Rang weltweit: 50)
  9. Hannover: Gesamt 1.127,25 Euro, davon 593,75 Euro Miete (Rang weltweit: 51)
  10. Essen: Gesamt: 1.105,41 Euro, davon 392,08 Euro Miete (Rang weltweit: 53)

Die günstigste Stadt in Deutschland ist Dresden mit Gesamtkosten für den ersten Monat von 938,70 Euro. Die Miete fällt in der sächsischen Hauptstadt mit 364,70 Euro ins Gewicht. Weltweit liegt Dresden auf dem 64. Rang.

Methodik der Nestpick-Studie

Um die 80 Städte des endgültigen Index zu ermitteln, hat Nestpick untersucht, welche Städte auf der Grundlage von Stellenangeboten am beliebtesten sind, wo es die besten Universitäten gibt und welche Städte eine florierende Startup-Szene haben. Dann wurden sieben Faktoren untersucht, darunter die Mietkosten.

Die durchschnittliche Miete wurde berechnet, indem der Mietpreis pro Quadratmeter der Inserate auf Online-Immobilienportalen im gesamten Stadtgebiet ermittelt wurde; auf Basis einer möblierten Ein-Zimmer-Single-Wohnung mit 39 Quadratmetern. Berücksichtigt hat Nestpick dabei Angebote für langfristig verfügbare Servicewohnungen (sechs Monate oder mehr), nicht aber für Hotels und Ferienwohnungen (wie Airbnb).

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Schlagworte zum Thema:  Lebenshaltungskosten

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