| Lünendonk-Studie 2014

45 Prozent der Facility-Service-Unternehmen wollen länderübergreifend expandieren

Die Top-10-Unternehmen generierten 2013 1,4 Milliarden Euro im Ausland
Bild: PhotoDisc Inc.

Deutsche Facility-Service-Unternehmen konzentrieren sich stärker auf das Auslandsgeschäft. Inzwischen planen rund 45 Prozent der von Lünendonk im Rahmen der Marktstudie "Führende Facility-Service-Unternehmen in Deutschland" befragten Unternehmen, ihre Auslandsaktivitäten auszubauen. Schon jetzt werden 21 Prozent des Umsatzes im Ausland erwirtschaftet.

Allein die 25 führenden Facility-Service-Unternehmen erwirtschafteten 2013 zwei Milliarden Euro im Ausland sowie 9,8 Milliarden Euro im Inland. Für die Top-10-Unternehmen spielt das Auslandsgeschäft eine noch wichtigere Rolle: Sie generierten 2013 mit 1,4 Milliarden Euro knapp 21 Prozent ihrer Leistung im Ausland. Nicht mit einbezogen sind die separaten Landesgesellschaften multinationaler Service-Gesellschaften.

In den vergangenen zehn Jahren hat die Verzahnung der europäischen Märkte für Facility Services zugenommen: Bei Erstausgabe der Lünendonk-Liste im Jahr 2004 war noch kein ausländisches Unternehmen in den Top 10 vertreten.

2014 sind mit Cofely, Compass Group, Sodexo, SPIE und Strabag fünf Landesgesellschaften internationaler Service-Unternehmen fest unter den zehn führenden Dienstleistern etabliert. Mit Bilfinger und Dussmann sind zwei weitere Top-10-Unternehmen stark in Europa und Asien engagiert. Auf die nachfolgenden 15 Unternehmen entfallen noch einmal 600 Millionen Euro Auslandsgeschäft.

Unternehmen vertrauen auf eigene Kapazitäten

Unternehmen, die Kunden im Ausland und länderübergreifend betreuen möchten, stehen unterschiedliche Strategien zur Verfügung. Auf Deutschland konzentrieren sich 28,9 Prozent der befragten Unternehmen. Sie gaben an, keine Strategie zu verfolgen, um auch im Ausland Kunden zu betreuen. 26,7 Prozent reagieren situationsabhängig auf Anfragen und nutzen bereits bestehende Kundenbeziehungen, um ein Unternehmen ins Ausland zu begleiten.

Knapp ein Viertel der Studienteilnehmer setzt auf eigene Kapazitäten und verzichtet bewusst auf Kooperationen mit Unternehmen, die bereits im Zielmarkt aktiv sind. Denn: Kunden fragen eine hohe Eigenleistungstiefe nach. 15,6 Prozent der befragten Anbieter gaben an, Kunden mit Partnern vor Ort zu betreuen. 8,9 Prozent nutzen ein Service-Netzwerk wie Easi, Euroliance, ECS oder UFS.

In anderen von Lünendonk beobachteten B2B-Märkten, wie etwa in der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung, setzen Unternehmen wesentlich stärker auf diese Form der institutionalisierten Kooperation.

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