| Zwangsvollstreckung

Deutlich weniger Zwangsversteigerungen als im Vorjahr

23.500 Zwangsversteigerungen im 1. Halbjahr 2013: der niedrigste Stand seit 13 Jahren
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Im 1. Halbjahr 2013 sind in Deutschland knapp 30 Prozent weniger Immobilien unter den Hammer gekommen als in den ersten sechs Monaten 2012. Das ist ein Ergebnis des Halbjahresberichts des Ratinger Fachverlages Argetra. Der Trend war in fast allen Bundesländern zu beobachten.

23.500 Zwangsversteigerungstermine seien der niedrigste Stand seit 13 Jahren. Zudem bedeute dies den stärksten Rückgang seit Beginn der Zählung vor 15 Jahren. Die Experten erklären die Entwicklung mit der starken Nachfrage nach Immobilien aufgrund der Finanzmarktkrise.

So konnte mancher Eigentümer durch freihändigen Verkauf die Zwangsversteigerung abwenden. Zudem habe das niedrige Zinsniveau vielen Immobilienbesitzern Umschuldungen ermöglicht, die sie vor der Zwangsversteigerung bewahrten.

Überdurchschnittliche Rückgänge gab es in Niedersachsen, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern sowie im Stadtstaat Bremen. In den Städten Hof (39,8 Prozent), Heilbronn (44,3), Cottbus (29,9) und Mannheim (23,3) gab es gegen den Trend Zuwächse.

Schlagworte zum Thema:  Zwangsversteigerung

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