| RICS-Studie

Keine Entspannung auf europäischen Immobilienmärkten in Sicht

Keine Entwarnung in Sicht
Bild: Haufe Online Redaktion

Weltweit haben sich die Markterwartungen in der Immobilienwirtschaft verbessert. Die Mehrzahl europäischer Märkte verzeichnet aber einen negativen Trend. Das ist Ergebnis des RICS Global Commercial Property Survey Q1 2012.

Nachdem es einige positive Anzeichen in der Weltwirtschaft gab und sich die Spannung in der Eurozone in den ersten Monaten des Jahres beruhigt hat, bleiben insbesondere in Russland, aber auch in Kanada, Brasilien und China die Mieterwartungen positiv.

Die Befragten gaben an, dass den Angeboten eine erheblich höhere Nachfrage gegenübersteht. Auch in Hongkong und Thailand haben sich die Erwartungen merklich verbessert. Parallel dazu hat sich die Stimmung in den USA, Malaysia und noch deutlicher in Indien verschoben. Alle drei Länder hatten zuvor negative Werte für die Aussichten bei der Mietentwicklung verzeichnet, doch im ersten Quartal konnten optimistischere Ergebnisse registriert werden.

Aussichten für EU-Vermietungsmarkt bleiben pessimistisch

Im Gegensatz dazu bleiben die Aussichten für den Vermietungsmarkt in weiten Teilen der EU eher pessimistisch, nur Deutschland und Polen stellen hier eine Ausnahme dar. Die gesunde Erholung der Wirtschaft in Deutschland facht eine steigende Flächennachfrage an und übt damit zusätzlich einen steigenden Druck auf die Mieten aus. Mit positiven Mietperspektiven (+13) folgt Polen seit zwei Jahren dem Trend steigender Nachfrage, beständigem Angebot und steigenden Mieten.

Im Rest der Eurozone lasten die schwachen Wachstumsaussichten auf der Stimmung. Die schwachen Ergebnisse jener Wirtschaftssysteme, die am meisten von der staatlichen Schuldenkrise betroffen sind (Griechenland, Portugal, Spanien und Irland), greifen auf andere Länder über, wobei sich die Aussichten für die Mietentwicklung in den Niederlanden und Frankreich zunehmend verschlechtern.

Auf Investorenseite ist die Nachfrage in diesen europäischen Märkten – zusammen mit Italien und Ungarn – zudem ausgesprochen schwach und die Befragten in der Tschechischen Republik und in Belgien erwarten ähnlich negative Ergebnisse. In Deutschland steigen die Investorennachfrage und die Kapitalwerterwartungen. Daneben stabilisiert sich nach zwei Wachstumsjahren der Anlagemarkt in Polen.

Schlagworte zum Thema:  Entspannung, Europa

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