12.06.2014 | KDA/Wüstenrot Stiftung

Kuratorium Deutsche Altershilfe fordert Gesamtstrategie zum Wohnen im Alter

Das KDA will beim Thema "Wohnen im Alter" bereichsübergreifend zusammenarbeiten
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) fordert eine wohnungspolitische Neujustierung, die sich den Anforderungen einer alternden Gesellschaft stellt. Es hat nun gemeinsam mit der Wüstenrot Stiftung die Studie "Wohnatlas" mit Handlungsempfehlungen für die Politik erarbeitet. Einzelne Fördermaßnahmen zum Wohnen im Alter reichen demnach nicht mehr aus.

Bedarfsgerechte Wohnangebote müssen der Studie zufolge verstärkt ausgebaut werden. Noch immer fehle es an barrierefreien und bezahlbaren Wohnungen und an Wohnangeboten, die älteren Menschen Versorgungssicherheit bieten.

Diese Aufgabe kann dem KDA und der Wüstenrot Stiftung zufolge durch einzelne Fördermaßnahmen, rechtliche Regelungen oder Modellmaßnahmen nicht bewerkstelligt werden. Auch könne diese Aufgabe nicht von einzelnen Akteuren alleine bewältigt werden. Diesen Ansatz hatten auch schon andere Marktteilnehmer: So forderte etwa der Immobilienverband ZIA unlängst eine "Große Koalition" zur Bewältigung dieser Aufgabe.

"Es bedarf in Zukunft vieler Akteure, die bereichsübergreifend zusammenwirken und im Rahmen einer Gesamtstrategie an der bedarfsgerechten Weiterentwicklung der Wohnstrukturen für das Alter mitwirken", fordert Ursula Kremer-Preiß, Expertin zum Thema Wohnen im Alter im KDA.

Gerade die Bundesländer verfügten beim Wohnen im Alter in vielen Feldern über das politische Gestaltungsrecht. Doch es fehle ein systematischer Überblick "im Ländervergleich und auf Bundesebene", so Dr. Stefan Krämer von der Wüstenrot Stiftung. Wenn man so wenig aufeinander abstimme, könnten Grundsatzthemen wie der demografische Wandel oder das Wohnen im Alter nicht angemessen bearbeitet werden.

Die Wüstenrot Stiftung und das KDA haben nun gemeinsam den "Wohnatlas" entwickelt. In dem Kooperationsprojekt haben sich die Stiftung und das KDA damit beschäftigt, wie ältere Menschen in den einzelnen Bundesländern wohnen und welche unterschiedlichen Rahmenbedingungen es beim Wohnen im Alter in den Bundesländern gibt.

Die Studienergebnisse sollen vor allem den Erfahrungsaustausch über Gestaltungsmöglichkeiten und Strategien anregen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Studie

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