11.12.2012 | IMX

Kaufpreise steigen im November wieder deutlich stärker als Mieten

Der Run auf Wohneigentum lässt vor allem in den Metropolen die Preise steigen
Bild: Bausparkasse Schwäbisch Hall/Lorenz Behälterbau

Die Angebotspreise für Wohneigentum steigen derzeit deutlich stärker als die Mieten: So sind sowohl in Berlin als auch in München die Preise seit November 2011 um rund 16 Prozent gestiegen. Das ist ein Ergebnis des IMX, dem Immobilienindex von ImmobilienScout24.

Tatsächlich sind etwa in der Hauptstadt die Angebotsmieten für Wohnungen in den vergangenen zwölf Monaten nur um 8,6 Prozentpunkte gestiegen. In München im selben Zeitraum um 5,8 Prozentpunkte. Erstmals seit der Erstellung des IMX steigen die Angebotspreise bundesweit stärker als die Angebotsmieten. So schließt der IMX für Mietwohnungen mit 112,3 Punkten, der IMX für Angebotspreise mit 112,4 Punkten. Betrachtet man die Steigerungsraten der vergangenen Monate, wird sich die Schere weiter öffnen.

Bedarf an kommunalen Lösungen steigt

Der bundesweite Preisanstieg zeigt, dass Wohneigentum nicht nur in den Metropolen immer teurer wird. Auch in vielen Mittelstädten steigen aktuell die Preise; perspektivisch weiter stärker als die Mieten. Immobilienbesitz, insbesondere in städtischen Lagen, wird für immer mehr Bevölkerungsgruppen unerschwinglich. Doch mehr privater Immobilienbesitz würde helfen, die Situation auf den Wohnungsmärkten zu entspannen. Lösen lässt sich das Problem nur, wenn dort wo der Mangel herrscht, das Angebot erweitert wird. Es müssen deshalb der Untersuchung von ImmobilienScout24 zufolge mehr kommunale Lösungen her, um Wohnraum dort zu schaffen, wo er benötigt wird: Etwa in München, Hamburg und Berlin – aber auch zunehmend in Mittelstädten.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienpreis

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