Die Kaufpreise für neu gebaute Eigentumswohnungen in den kreisfreien Städten sind im zweiten Quartal 2018 gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres um 2,3 Prozent gestiegen. In den Landkreisen liegt der Anstieg bei 1,7 Prozent. Im Jahresvergleich haben die Preise bundesweit um 8,4 Prozent zugelegt: 9,3 Prozent in den kreisfreien Städten und 7,8 Prozent in den Landkreisen. Das sind Ergebnisse des aktuellen Empirica-Immobilienpreisindex.

Seit Beginn der Zeitreihe im ersten Quartal 2004 sind die inserierten Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen laut Empirica in Deutschland um 52,7 Prozent gestiegen, in den kreisfreien Städten sogar um 73,2 Prozent. In den Landkreisen stiegen die Kaufpreise in diesem Zeitraum moderater um 41,1 Prozent.

Aus dem Top-10-Ranking der Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen ist Hamburg im zweiten Quartal heraus gefallen. Augsburg rückt nach. Auch Erlangen, Berlin und Potsdam machen Plätze gut. Freiburg rückt dafür hinter Erlangen. Mit Ausnahme von Freiburg steigen die Kaufpreise Empirica zufolge in allen Top-10-Städten weiter an.

Auch neue Häuser verteuern sich besonders in den Städten

Bundesweit sind die Preise neuer Ein- und Zweifamilienhäuser im zweiten Quartal 2018 um 2,5 Prozent seit der Empirica-Studie für das erste Quartal 2018 gestiegen. In den kreisfreien Städten fällt der Zuwachs mit 3,5 Prozent erneut stärker aus als in den Landkreisen (plus 1,7 Prozent). Verglichen mit dem zweiten Quartal 2017 haben die Preise Empirica zufolge bundesweit um 10,2 Prozent zugelegt: 10,6 Prozent in den kreisfreien Städten und 9,9 Prozent in den Landkreisen. Landshut macht drei Plätze gut. Auch Heidelberg (plus 2) rückt im Ranking nach vorne. Augsburg rutscht dafür fünf Plätze ab.

Seit Beginn der Zeitreihe im ersten Quartal 2004 sind die inserierten Kaufpreise für neue Häuser deutschlandweit um 39,3 Prozent gestiegen: in den kreisfreien Städten um 52,1 Prozent und in Landkreisen um 31,9 Prozent.

Zu wenig Neubau: Mieten steigen zunächst weiter

Der aktuelle Mietpreiszyklus hat im Jahr 2007 begonnen. Seither sind nach Angaben von Empirica aus dem Ausland pro 1.000 Einwohner 41 nach Deutschland gezogen; wegen der Landflucht 81 in die Top 7-Städte (davon alleine Berlin: 84). Neu gebaut wurden in diesem Zeitraum aber jeweils nur 25 beziehungsweise 27 Wohnungen/1.000 Einwohner (Berlin: 18).

Im zweiten Quartal 2018 liegen die Indices für den Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern 2,5 Prozent über dem Niveau des ersten Quartals, neu gebaute Eigentumswohnungen liegen 1,9 Prozent darüber. Der Zuwachs bei neu gebauten Mietwohnungen fällt mit 0,8 Prozent laut Empirica am geringsten aus. Grund für den unzureichenden Neubau ist laut Empirica nicht zuletzt die Baupolitik.

Darmstadt rutscht wieder in die Top 10 der teuersten Mietstädte

Der Index inserierter Mieten stieg so laut Empirica im Neubau kontinuierlich an. Gegenüber dem ersten Quartal 2018 sind die Mietpreise in den Landkreisen im zweiten Quartal 2018 um 0,8 Prozent gestiegen, in den kreisfreien Städten um 0,7 Prozent. Im Jahresvergleich beträgt der deutschlandweite Anstieg demnach 3,2 Prozent.

Seit Beginn der Zeitreihe im ersten Quartal 2004 haben die Neubaumieten deutschlandweit um 30,9 Prozent zugelegt: in den kreisfreien Städten um 39,3 Prozent und um 26,2 Prozent in den Landkreisen.

Heidelberg ist diesmal nicht unter den zehn teuersten Mietstädten im Empirica-Ranking vertreten, dafür rutscht Darmstadt wieder in das Top-10-Ranking. Freiburg und Mainz verlieren drei Plätze. Dafür rücken Berlin (plus 3), Ingolstadt (plus 2) sowie Hamburg (plus 1) und Wiesbaden (plus 1) im Ranking nach vorne. Die mittlere Angebotsmiete in Berlin liegt aktuell bei 10,15 Euro pro Quadratmeter, wie der Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank Berlin zeigt.

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