03.01.2013 | Trendindikator Baufinanzierung

Käufer von Wohnimmobilien setzen auf Sicherheit

Private Immobilienkäufer bleiben risikoavers
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Trotz derzeit vorteilhafter Finanzierungsbedingungen setzen Erwerber von Wohnimmobilien immer mehr auf Sicherheit, wie der Dr. Klein-Trendindikator Baufinanzierung 11/2012 zeigt. Dies spiegelt sich unter anderem in einer längeren Sollzinsbindung wieder.

Laut Dr. Klein steigt die Sollzinsbindung im Schnitt von zwölf Jahren auf zwölf Jahre und einen Monat an. Das sicherheitsorientierte Handeln der Erwerber äußert sich des Weiteren in der Reduzierung des Beleihungsauslaufs. Während der Fremdkapitalanteil im Vormonat noch anstieg, geht dieser im November auf 78,05 Prozent zurück. Käufer bringen somit mehr Eigenkapital bei ihrer Finanzierung ein: 21,95 Prozent des Kaufpreises. Bemerkenswert ist, dass der Beleihungsauslauf trotz steigender Darlehenshöhe sinkt.

Der Blick auf die Darlehensarten zeigt, dass der Anteil an Annuitätendarlehen mit festem Zinssatz von 66,96 Prozent deutlich auf 68,05 Prozent steigt. Käufer und Bauherren sichern sich das derzeitige Zinsniveau lieber langfristig fest, statt auf weiter sinkende Zinsen zu spekulieren. Dementsprechend geht der Anteil der KfW Darlehen von 15,53 Prozent auf 15,22 Prozent zurück, da für diese Darlehen nur eine Zinsbindung von maximal 10 Jahren möglich ist.

Das risikoaverse Verhalten privater Erwerber führt außerdem auch zu einem Anstieg der Forward-Finanzierungen von 11,96 Prozent auf 12,01 Prozent. Die Bedeutung einer frühzeitigen Anschlussfinanzierung rückt damit ins Bewusstsein der Immobilienbesitzer.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Baufinanzierung

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