24.07.2013 | Jones Lang LaSalle

Düsseldorf ist das Schlusslicht im Victor Prime Office Indikator

Düsseldorf, hier die Königsallee, ist im Victor Prime Office Indikator 2013 von Jones Lang LaSalle das Schlusslicht.
Bild: Haufe Online Redaktion

Zwar ist die Performance des Victor Prime Office Indikators von Jones Lang LaSalle in den einzelnen Spitzenlagen unterschiedlich, die Entwicklungen gleichen sich aber aus, so dass der Indikator auch im zweiten Quartal 2013 bei 122,8 Punkten stehen bleibt.

Im Jahresvergleich zeigt der Indikator ein Plus von plus 2,9 Prozent, der Vergleich mit dem jährlichen Anstieg des Vorquartals (plus 5,4 Prozent) spiegelt die insgesamt abgeschwächte Performance der letzten Quartale wider. „Eine Stagnation der Performanceentwicklung der Spitzenlagen war vor drei Monaten noch nicht abzusehen“, so Andrew M. Groom, Leiter Valuation & Transaction Advisory Jones Lang LaSalle Deutschland. Er sagt: „Offenbar ist der Immobilienmarkt zurzeit in hohem Maße abhängig von den verhaltenen Entwicklungen an den Vermietungsmärkten. Die Wachstumsimpulse der Vermietungsmärkte in den Top-Lagen können insgesamt immer weniger die stagnierende Entwicklung der Spitzenrendite ausgleichen."

Homogene Wertperformance

Dennoch gelte es zu berücksichtigen, dass sich der Indikator zurzeit immer noch auf dem Niveau von Mitte 2007 bewegt, damals verbunden mit einer Boomphase sowohl auf den Investment-, als auch den Vermietungsmärkten. Während die Entwicklung des Indikators seit der Trendwende (zweites Quartal 2009) unverändert bei plus 24 Prozent liegt, ist zu beobachten, dass die einzelnen Spitzenlagen zwar eine homogene Wertperformance aufweisen, Unterschiede zwischen den Märkten aber durchaus deutlich werden. Frankfurt liegt mit plus 26 Prozent an der Spitze, Düsseldorf ist mit plus 22 Prozent Schlusslicht. „Die Performance der Wertentwicklung scheint ebenso wie die Spitzenrenditen an einem temporären Preis - Risikogleichgewicht angekommen zu sein, kommentiert Groom.

Nur zwei Städte im Quartal mit positiver Performanceentwicklung

Im zweiten Quartal 2013 kommt es in den einzelnen Lagen nur noch in zwei Städten zu positiven Performanceentwicklungen. Spitzenreiter ist dabei die Düsseldorfer Bankenlage, die durch eine verbesserte Spitzenmiete im Quartalsvergleich um 0,9 Prozent zulegen kann, gefolgt von der Frankfurter Bankenlage (plus 0,4 Prozent). Beide Spitzenlagen notieren im Victor Q2 2013 bei 121,0 Punkten. Rückläufig dagegen die Performance der Spitzenlagen in Hamburg (minus 0,2 Prozent, 128,5 Punkte), München (minus 0,2 Prozent, 127,4 Punkte) und Berlin (minus 0,8 Prozent, 117,6 Punkte).

Frankfurt hat München an der Spitze verdrängt

Ein unterschiedliches Bild zeigt der Jahresvergleich der Wertveränderung. Mit plus 4,7 Prozent hat Frankfurt nun nach zwei Quartalen München (plus 3,9 Prozent) von der Spitze verdrängt, die Spitzenlage in Berlin kann mit plus 3,2 Prozent den Anschluss an München halten. Abgeschlagen am Ende des Feldes liegen Düsseldorf (plus 2,2 Prozent) und Hamburg (minus 0,6 Prozent). Die Hamburger Innenstadt muss nun erstmals seit Mitte 2009 - Victor Prime Office Indikator stabil auf hohem Niveau aufgrund vier aufeinanderfolgenden verhaltenen Quartalen - eine negative laufende Jahresperformance hinnehmen.

Der Victor Prime Office Indikator analysiert die Teilmärkte mit einer Gesamtfläche von zwölf Millionen Quadratmetern in Berlin-Charlottenburg, -Mitte, Potsdamer Platz und Leipziger
Platz, Düsseldorf Bankenviertel, Frankfurt Bankenlage, Hamburg Innenstadt und München Innenstadt.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büroimmobilie, Marktanalyse

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