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Starkes erstes Halbjahr auf dem deutschen Logistik-Investmentmarkt

Problem: Angebotsmangel an erstklassigen Investmentobjekten mit langfristigen Mietverträgen in besten Lagen und hohe Nachfrage
Bild: Marcus Walter ⁄

Das bundesweite Transaktionsvolumen für Logistik- und Industrieimmobilien erreichte im ersten Halbjahr 2012 ein Transaktionsvolumen von 880 Millionen Euro, entsprechend einem Plus von 58 Prozent.

Das geht aus einer Untersuchung des Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle (JLL) hervor. Damit sei bereits knapp Dreiviertel des Ergebnisses aus dem gesamten Vorjahr erreicht. „Die Rekord-Vermietungsumsätze im Logistikmarkt im vergangenen Jahr haben zum massiven Abbau von Leerstand geführt und die Erwartungen von anziehenden Durchschnittsmieten unterstützt. Das ist das perfekte Marktumfeld für Logistikinvestments", sagt Simon Beyer, Leiter Industrial Investment JLL Deutschland. Gemessen am gesamten Transaktionsvolumen gewerblicher Immobilien in Deutschland (erstes Halbjahr 2012: 9,4 Milliarden Euro) liegt der Anteil der Logistik-/Industrieimmobilien bei neun Prozent und hat damit laut JLL gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ebenfalls zugelegt (plus vier Prozentpunkte). Der Halbjahresanstieg des Volumens basiere sowohl auf einer höheren Anzahl an Transaktionen (plus 14 gegenüber H1 2011) als auch auf einem Mehr an größeren Transaktionen ab 20 Millionen Euro. Vor einem Jahr noch einstellig, wurden bis Ende Juni 19 Transaktionen in dieser Größenordnung notiert, mit Schwerpunkt zwischen 20 und 35 Millionen Euro.

Die derzeitige Pipeline bringe wieder mehr Gelegenheiten für internationale Investoren und werde die Dominanz der deutschen institutionellen Anleger in der zweiten Jahreshälfte deutlich reduzieren, so Beyer. Insgesamt stehe auch der Investmentmarkt für Logistikimmobilien vor dem Problem eines Angebotsmangels an erstklassigen Investmentobjekten mit langfristigen Mietverträgen in besten Lagen bei gleichzeitig hoher Nachfrage nach solchen Produkten. Die Netto-Anfangsrenditen für Top-Produkte seien in der Folge im Jahresvergleich noch einmal leicht zurück gegangen (minus 15 bps). Auch die Spitzenrenditen bleiben laut JLL weiter unter Druck.

Schlagworte zum Thema:  Logistikimmobilie, Marktanalyse, Logistik

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