21.03.2016 | Hochtief Projektentwicklung

Joint Ventures bilden sich bevorzugt für den Wohnungsbau

Am fleißigtsen waren Projektpartner in Frankfurt am Main
Bild: Corbis

Zwischen 2011 und 2015 wurden in den Top 7-Standorten insgesamt 2,25 Millionen Quadratmeter Fläche in Joint Ventures fertiggestellt. Das zeigt eine Recherche von Hochtief Projektentwicklung. Spitzenreiter ist Frankfurt am Main mit einem realisierten Volumen von 548.000 Quadratmetern und damit fast einem Viertel der ermittelten Fläche. Beliebteste Asset-Klasse waren Wohnimmobilien.

Am „fleißigsten“ waren diese Projektpartnerschaften in den Jahren 2011 und 2013 mit zusammen fast 1,1 Millionen Quadratmetern. Alleine in Frankfurt wurden 2011 rund 177.000 Quadratmeter und 2013 rund 182.000 Quadratmeter Fläche realisiert.

Weitere Spitzenreiter unter den Top 7

Hamburg knackt bei 514.000 Quadratmetern gleichfalls eine halbe Millionen und kommt auf etwa 23 Prozent. Allein auf das Jahr 2011 entfällt mit 260.000 Quadratmetern mehr als die Hälfte der in der Hansestadt fertiggestellten Fläche. Berlin kommt auf den dritten Platz mit 409.000 Quadratmetern, das entspricht einem Anteil von 18 Prozent. Die höchsten Resultate liefern hier die Jahre 2013 und 2015 durch Volumina von 120.000 sowie 133 000 Quadratmetern.

Bayern mit 16-Prozent-Anteil

In München verwirklichten Projektpartner in den zurückliegenden fünf Jahren 353.000 Quadratmeter Fläche. Das sind noch zirka 16 Prozent unter den Top 7. Das beste Jahr war 2014 - mit 115.000 Quadratmetern.

Deutlich dahinter folgen Düsseldorf (163.000 Quadratmeter), Stuttgart (148.000 Quadratmeter) und Köln (115.000 Quadratmeter). Hier leisteten die Jahre 2012 in Düsseldorf (60.000 Quadratmeter), 2014 in Stuttgart (98.000 Quadratmeter) sowie 2015 in Köln (61.000 Quadratmeter) den stärksten Beitrag.

Über die Hälfte für den Wohnungsbau

Joint Ventures bilden sich bevorzugt für den Wohnungsbau: Im Untersuchungszeitraum wurden in den Top 7-Standorten zirka 1,2 Millionen Quadratmeter Wohnfläche von Projektgemeinschaften hochgezogen. Das ist mehr als die Hälfte des gesamten Flächenaufkommens.

Die Jahre 2013 und 2015 kamen mit 283.000 und 290.000 Quadratmetern auf Bestwerte. Einzig im Jahr 2011 blieb das Volumen unter 200.000 Quadratmetern. So wurde in jenem Jahr mit 224.000 Quadratmetern mehr Büro- als Wohnfläche realisiert.

Innerhalb der betrachteten fünf Jahre addiert sich das Volumen im Bürosegment auf fast 600.000 Quadratmeter und somit auf etwas mehr als ein Viertel der Gesamtfläche in den Top 7. Weit weniger verbreitet sind gemeinsame Vorhaben bei Einzelhandels- und Hotelprojekten. Mit einem Anteil von knapp zwölf Prozent entstanden für den Bereich Shopping nur 265.000 gemeinschaftliche Quadratmeter. Für Hotels schufen Partnerschaften im genannten Zeitraum sogar nur 167.000 Quadratmeter, also lediglich sieben Prozent.

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Schlagworte zum Thema:  Joint Venture, Wohnungsbau, Projektentwicklung

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