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Münchner Bürospitzenmieten steigen um 3,2 Prozent

Positive Mietpreisnachrichten kommen aus München
Bild: Peter von Bechen ⁄

Der europäische Büro-Mietpreisindex von JLL verzeichnet insgesamt einen leichten Zuwachs: im 2. Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent, im Jahresvergleich um ein Prozent. Von den 24 Index-Städten verzeichneten im Dreimonatszeitraum drei einen Anstieg der Spitzenmieten, darunter München mit einem Plus von 3,2 Prozent.

Neben der weiterhin starken Performance der Kapitalmärkte haben die Umsatzaktivitäten auf den Nutzermärkten nach dem ersten auch im zweiten Quartal nun an Fahrt aufgenommen - mit nach wie vor bestehenden Unterschieden in den einzelnen Ländern und Märkten.

Einmal mehr ist Dublin Spitzenreiter mit einem nach wie vor überdurchschnittlichen Plus von 7,1 Prozent, basierend auf weiter starker Nachfrage und gravierendem Mangel an qualitativ hochwertigem Flächenangebot.

Positive Mietpreisnachrichten gibt es auch aus Spanien, wo für Madrid im zweiten Quartal der erste Anstieg (+1,0 %) seit dem dritten Quartal 2008 registriert wird. Der einzige Markt unter den Indexstädten mit einem rückläufigen Spitzenmietpreis ist Prag, bedingt durch hohe Fertigstellungen. Minus 2,5 Prozent schlagen hier zu Buche.

In allen anderen 19 analysierten Märkten blieben die Spitzenmieten unverändert. Diese
Entwicklungen spiegelt auch die Immobilienuhr von JLL wieder, auf der alle Märkte entweder ihre Position beibehalten oder sich nur wenig verschoben haben.

Die Ausnahme: Kiew, das vor dem Hintergrund anhaltender politischer Spannungen in den Quadranten "Beschleunigter Mietpreisrückgang" zurück gesetzt wurde. Mit Märkten in allen vier Quadranten weist die Immobilienuhr weiterhin auf starke Unterschiede innerhalb der Region hin.

Prognose: Starkes Wachstum in London, Südeuropa und Dublin

Unabhängig von konjunkturellen Faktoren ist damit zu rechnen, dass die über alle Märkte hinweg bestehende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Flächen in guten Lagen die Vermarktung von Flächen anderer Qualitätsstandards erschweren wird. Allerdings geht
genau dieser Nutzerfokus mit einem Mangel an solchen Flächen einher. Dadurch könnten in den kommenden sechs Monaten die Spitzenmieten weiter steigen.

Auch ist im weiteren Verlauf einer wirtschaftlichen Erholung mit einer Ankurbelung des Mietpreiswachstums durch zunehmende Expansionsnachfrage in einigen Ländern zu rechnen, mit starkem Wachstum in London, Südeuropa und Dublin.

In Mittel- und Osteuropa wird Warschau weiterhin mit einem Druck auf die Mieten nach unten
rechnen müssen, Moskaus Spitzenmietpreise werden voraussichtlich stabil bleiben. Budapest sowie Prag dürften ihren Tiefstand erreicht haben.

Umsatz mit bestem Quartalsergebnis seit Ende 2012

Die Erholung der Nutzermärkte in Europa ist auf einem guten Weg. Das Umsatzvolumen in den Monaten April bis Ende Juni weist das stärkste Quartalsergebnis seit dem vierten Quartal
2012 auf. 14 der 24 untersuchten Märkte zeigten dabei ein Umsatzwachstum.

Mit europaweit insgesamt 2,8 Millionen Quadratmetern liegt das Volumen elf Prozent höher als ein Jahr zuvor. Zusammen mit den ersten drei Monaten ergibt sich für das ersten Halbjahr 2014 ein Umsatz von 5,1 Millionen Quadratmetern.

Zweistellig zugelegt haben die Aktivitäten in Westeuropa, besonderes beeinflusst durch einen Zuwachs von 25 Prozent in Paris mit dem besten zweiten Quartal seit 2007. London
konnte seine starke Dynamik beibehalten (elf Prozent über dem Vorquartal und 27 Prozent über dem Fünf-Jahresschnitt der ersten Halbjahre).

Starke Zuwächse auch in Stuttgart und Berlin

Die Nutzer auf den Vermietungsmärkten in den sieben deutschen Immobilienhochburgen agierten zwischen April und Ende Juni teilweise sehr zurückhaltend. Trotzdem lag der  Büroflächenumsatz aggregiert über alle Städte im ersten Halbjahr nur leicht unter Vorjahresniveau mit starken Zuwächsen in Stuttgart und Berlin, zweistelligen Rückgängen in Köln, Frankfurt und Düsseldorf und nur leichten Einbußen in Hamburg und München.

Neben Stockholm mit einem Rekord-Quartal im langfristigen Vergleich und damit im gesamten Halbjahr deutlich über Vorjahresniveau weisen auch Brüssel, Mailand und Lyon respektable Volumina und Quartalszuwächse auf.

JLL Büroimmobilienuhr Q2 2014

Für eine gute Quartals-Performance in Mittel- und Osteuropa (+14 %) sorgten starke Aktivitäten in Budapest (+146 % gegenüber Vorquartal), auch Warschau legte zu
(+29 %). Das Volumen in Moskau und Prag blieb dagegen auf einem niedrigen Niveau.

Für das gesamte erste Halbjahr bleibt es für die CEE Märkte bei einem Minus von 18 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die verbesserten Rahmenbedingungen haben noch keine Expansionen auf breiter Ebene ausgelöst.

Insgesamt dürfte der Umsatz auf dem europäischen Büroflächenmarkt 2014 leicht zulegen und den Fünf-Jahresschnitt von knapp über zehn Millionen Quadratmetern einstellig übertreffen.

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