01.07.2014 | JLL

München bleibt Hochburg für gewerbliche Investments

München bleibt Investmenthochburg.
Bild: elke hartmann ⁄

Am deutschen Investmentmarkt wurde für die Monate April bis Juni ein Transaktionsvolumen in Höhe von 6,9 Milliarden Euro registriert. Das Halbjahresvolumen summierte sich damit JLL zufolge auf 16,9 Milliarden Euro. Im Jahresvergleich bedeutet das einen Anstieg von zirka 29 Prozent. München bleibt mit 1,9 Milliarden Euro Investmenthochburg für Gewerbeimmobilien.

Angesichts der gestiegenen Preise im Core-Segment nimmt die Beliebtheit von Prime-Objekten und Prime-Standorten aber etwas ab. Investoren suchen nach rentierenderen Objekten und nehmen bewusst höhere Risiken in Kauf. Deutschland steht bezüglich solcher Core-Plus, Value-Add oder opportunistischen Anlagestrategien insbesondere bei ausländischen institutionellen Investoren ganz oben auf der Liste der Zielländer.

2013 haben allein die global aktiven Private Equity Fonds insgesamt fast 160 Milliarden US-Dollar Kapital eingesammelt, das weltweit in Immobilien investiert werden soll. Das ist mehr als in den Boomjahren 2006 bis 2008. Für das laufende Jahr erwartet JLL eine nochmalige Steigerung.

Portfoliovolumen legt deutlich zu

Das vor drei Monaten festgestellte verstärkte Interesse nach Portfolios hat sich zum Ende des ersten Halbjahres manifestiert: nach sechs Monaten schlagen 6,15 Milliarden Euro zu Buche, entsprechend einem Anstieg gegenüber dem Vorjahresvolumen von 82 Prozent.

Einzeltransaktionen summierten sich auf 10,8 Milliarden Euro, ein Plus von elf Prozent. Vier der fünf größten Transaktionen im zweiten Quartal waren Portfoliotransaktionen, die größte dabei der Verkauf von 67 Hotelimmobilien des Accor-Marken-Portfolios für rund 430 Millionen Euro. Als größte Einzeltransaktion im zweiten Quartal gilt der Verkauf der Kö-Galerie in Düsseldorf für rund 290 Millionen Euro.

München erneut Spitzenreiter beim Transaktionsvolumen

Das Transaktionsvolumen in den sieben Immobilienhochburgen belief sich bis Ende Juni auf insgesamt knapp 8,2 Milliarden Euro. Entgegen dem bundesweiten Gesamttrend eines leicht rückläufigen Transaktionsvolumens zeigte sich bei den Big 7 im Quartalsvergleich eine leichte Zunahme des Anteils am gewerblichen Investmentvolumen von 41 auf 50 Prozent.

München bleibt auf Halbjahressicht mit 1,9 Milliarden Euro Nummer eins (+21 %) vor Frankfurt mit knapp 1,6 Milliarden Euro und Hamburg mit mehr als 1,4 Milliarden Euro. Während sich die nördlichste Immobilienhochburg allerdings über einen kräftigen Anstieg im Halbjahresvergleich (+22 %) freuen kann, zeigt Frankfurt zur Halbzeit noch ein um 15 Prozent niedrigeres Volumen. Das kräftigste Plus hatte Stuttgart zu verzeichnen: Objekte mit einem Volumen von 670 Millionen Euro wechselten den Besitzer, das sind 49 Prozent mehr als im vergleichenden Vorjahreszeitraum.

Büroimmobilien dominieren

Der Fokus der Investoren gilt auch im ersten Halbjahr 2014 der Assetklasse Büro. Mit einem Anteil von rund 40 Prozent am Transaktionsvolumen (entsprechend 6,8 Mrd. Euro) liegt sie klar vor den einzelhandelsgenutzten Immobilien mit 29 Prozent Anteil (4,85 Mrd. Euro). Der Anteil von Hotels stieg auf rund acht Prozent (1,4 Mrd. Euro).

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