Die Mietnebenkosten für deutsche Lager- und Umschlagimmobilien (Cross Docks) sind zwischen 2014 bis 2016 im Schnitt leicht um drei Prozent auf 1,23 Euro beziehungsweise um vier Prozent auf 1,78 Euro pro Quadratmeter und Monat gestiegen. Das ist ein Ergebnis der JLL-Studie Logistik-Oscar 2018. Eigennutzer zahlten 2,74 Euro pro Quadratmeter für Umschlag- und 1,56 Euro für reine Lagerimmobilien.

Am teuersten waren für Mieter 2016 Strom (0,43 Euro pro Quadratmeter) und Heizung (0,73 Euro pro Quadratmeter). "Ein Großteil des Kostenunterschieds lässt sich durch die Häufigkeit des Warenumschlags erklären. Ein intensiverer Betrieb der Ladetore hat sowohl einen höheren Stromverbrauch als auch höhere Heizkosten zur Folge", sagt Frank Weber, Head of Industrial Agency JLL Germany.

Der wesentliche Unterschied zwischen der Nebenkostenanalyse bei vermieteten Gebäuden und der Vollkostenanalyse der Eigennutzer liegt in der Berücksichtigung der nutzerspezifischen Betriebskosten. So entfallen laut JLL Reinigungs-, Wartungs- und Stromkosten für die Lagerflächen, die in vermieteten Objekten vom Mieter beauftragt und bezahlt werden, auch auf den Eigennutzer.

Die Analyse umfasst die Kostendaten für 167 vermietete Objekte mit insgesamt 4,15 Millionen Quadratmetern. Die Kostendaten für die 109 analysierten selbst genutzten Objekte mit 1,85 Millionen Quadratmetern sind in die Vollkostenanalyse eingeflossen. Insgesamt wurden 276 Immobilien mit einer Gesamtfläche von sechs Millionen Quadratmetern analysiert.

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