26.05.2015 | JLL

85 Prozent von 160 Filialisten kommen aus dem Ausland

Bei den Luxusanbietern ist München der attraktivste deutsche Standort
Bild: Kigoo Images

85 Prozent unter 160 Filialisten in den 1a-Lagen von 25 deutschen Städten kommen aus dem Ausland. Zu diesem Ergebnis kommt der Report "Expansionsziel Deutschland" des Immobiliendienstleisters JLL. 40 Prozent der Filialisten sind der Kategorie "Konsum" zuzuordnen. Jeweils weitere 30 Prozent gehören den Kategorien "Luxus" und "Premium" an.

Von den untersuchten Handelsunternehmen sind neun in allen 25 Städten mit mindestens einer Filiale vertreten und erreichen damit eine hundertprozentige Marktabdeckung. Hierzu zählen Bijou Brigitte, C&A, Deichmann, Douglas, Esprit, H&M, Hunkemöller, New Yorker und The Body Shop. Die 25 stärksten Filialunternehmen erreichen durchgängig eine Marktabdeckung von über drei Vierteln.

Bei den Luxusanbietern ist München der attraktivste deutsche Standort. 36 der rund 40 untersuchten Luxuslabels sind in der Landeshauptstadt mit Boutiquen vertreten. Düsseldorf folgt mit 27 Anbietern vor Berlin, Frankfurt und Hamburg mit jeweils 26. Die sechs am häufigsten vertretenen Luxuslabels sind in dieser Reihenfolge Montblanc (11 Standorte), Louis Vuitton (8) und Max Mara (8) sowie Gucci (7), Hermès (7) und Longchamp (7).

Bei den Herkunftsländern der Handelskonzepte ist Italien mit 29 Marken führend. Die am häufigsten vertretenen italienischen Labels in Deutschland sind Benetton, Geox, Calzedonia, Kiko und Diesel. Rang zwei belegen die USA (26) mit den Top-Anbietern Starbucks, Foot Locker, Claire's, Fossil und Tommy Hilfiger. Die Top 3 komplettiert Großbritannien (17) mit den stärksten Marken The Body Shop, Lush, Superdry, Burberry und Habitat. Weitere starke Herkunftsländer sind in dieser Reihenfolge Frankreich, Spanien und die Schweiz.

Innerhalb der 25 untersuchten Städte liegt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft pro Einwohner im Mittel bei 6.400 Euro. Sie schwankt dabei zwischen knapp 5.900 Euro in Dresden und 7.500 Euro in München. Gleichzeitig bewegen sich die Spitzenmieten der untersuchten Städte in einer Bandbreite zwischen 110 und 360 Euro pro Quadratmetern.

Während sich die Luxusanbieter auch mangels anderer geeigneter Adressen klar auf die Big 7-Metropolen konzentrieren, gibt es besonders für Marken aus dem Konsumbereich attraktive Alternativen in den Städten aus der zweiten Reihe. Gute Beispiele sind etwa Ulm, Leipzig, Aachen und Bremen, wo bis 2018 ein überproportionaler Anstieg der Einzelhandelsumsätze prognostiziert wird.

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