| PwC-Studie

Jeder zweite Händler eröffnet neue Geschäfte in der Innenstadt

Münchner City
Bild: elke hartmann ⁄

Der stationäre Einzelhandel drängt mit neuen Läden in die Innenstadt: 71 Prozent der Händler haben bereits neue Standorte eröffnet oder planen dies konkret. Für gut die Hälfte sind dabei Geschäfte in Innenstadtlage erste Wahl. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

In die bessere Vernetzung von stationärem Geschäft und Online-Handel investiert bislang jedoch nur eine Minderheit der Händler (28 Prozent). Gelungene Cross-Channel-Angebote bilden folglich noch die Ausnahme. 

Dabei setzen die Händler auf ihre traditionellen Stärken: 78 Prozent investieren in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter, 84 Prozent stecken Geld in die Renovierung und Modernisierung der Läden. Der Einsatz moderner Technologien zur Kundenbindung steht allerdings noch hinten an: Nur 40 Prozent der Händler rüsten die technische Ausstattung, wie beispielsweise WLAN oder Ladestationen für Smartphones, ihrer Filialen auf.

30 Prozent der Händler betreiben einen Online-Shop

Knapp die Hälfte der Händler (46 Prozent) gab in der Befragung an, dass immer mehr Kunden in Online-Shops abwandern. Allerdings folgen bei weitem nicht alle Händler ihren Kunden ins Internet: Lediglich 30 Prozent der befragten Handelsunternehmen betreiben einen eigenen Online-Shop, 15 Prozent planen dies.

Bei der Vernetzung von stationärem Laden und Online-Geschäft haben die Händler noch erheblichen Nachholbedarf. Lediglich 28 Prozent investieren bereits in die bessere Verknüpfung von Filiale und Online-Shop, obwohl dem Kunden das nahtlose Zusammenspiel zwischen online und offline wichtig ist.

81 Prozent der Verbraucher möchten online die Warenverfügbarkeit im nächstgelegenen Geschäft abfragen können; diesen Service bieten jedoch nur zwei von fünf Händlern an. 73 Prozent der Kunden wünschen sich Online-Coupons für Vergünstigungen im Geschäft; weniger als die Hälfte der Händler hat dies umgesetzt. Knapp zwei Drittel der Kunden möchten ein Produkt im Internet bestellen und im Geschäft abholen; dieses Click & Collect-Angebot haben nur drei von zehn Händlern bereits implementiert.

Auch bei Zusatz-Services klaffen Angebot und Nachfrage auseinander

Verkaufsfördernd wirkt in den Läden nach Ansicht der Händler am meisten die individuelle Zusammenstellung der Produkte durch einen Mitarbeiter (73 Prozent). Dieses Angebot liegt im Kundenranking der beliebtesten Laden-Services jedoch mit 57 Prozent auf einem hinteren Rang.

Die große Mehrheit der Kunden wünscht sich dagegen mehr Individualisierung: 73 Prozent würden ein Produkt gerne in Farbe, Schnitt oder Material auf sich persönlich anpassen lassen.

In puncto Dienstleistung haben die meisten Kunden Interesse an einem Einpack-Service (77 Prozent). Dieses Bedürfnis erkennen immerhin 64 Prozent der Händler. Beim Transport-Service klaffen Angebot und Nachfrage jedoch auseinander: 72 Prozent der Verbraucher finden das Angebot, sich die Einkaufstüten nach Hause transportieren zu lassen, attraktiv; den Bedarf sehen aber nur 37 Prozent der Händler.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister

Aktuell

Meistgelesen