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Studie: Mehrheit der Deutschen mietet

IW: Einen Hausbau können sich nur die wenigsten Deutschen leisten
Bild: lichtkunst73 ⁄

Nur 45 Prozent der Bevölkerung besitzen Wohneigentum. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Das einkommensärmste Fünftel der Deutschen wohnte 2014 nur zu 17,4 Prozent in Eigentum. Die Wohneigentumsquote der 65- bis 74-Jährigen hat von 55,9 auf 58,3 Prozent zugelegt.

Von 2011 bis 2014 ist die Wohneigentumsquote in Deutschland der Studie zufolge nicht weiter gestiegen. Und das, obwohl sich die Zinssätze für Hypothekendarlehen seit 2010 mehr als halbiert haben und die eigene Immobilie dadurch den Autoren zufolge mittlerweile deutlich günstiger ist als das Wohnen zur Miete.

„Viele Banken verlangen 20 Prozent Eigenkapital, wenn sie ein Haus oder eine Wohnung finanzieren sollen", sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. Hinzu kommen Notarkosten und die Grunderwerbssteuer von bis zu 6,5 Prozent, die Käufer zahlen müssen.

Das mache es Menschen mit niedrigem Einkommen nahezu unmöglich, zum Eigentümer zu werden. Indem der Staat Haushalte mit geringem Einkommen bei der Grunderwerbssteuer entlastet, könnte er die Eigentumsquote erhöhen, argumentieren die Autoren der IW-Studie. Zudem könnte die Politik Kredite als Ersatz für Eigenkapital zur Verfügung stellen.

Um gleichzeitig Entwicklungen wie in den USA zu verhindern, wo viele Haushalte einst immer höhere Zinsen zahlen mussten, wären dann allerdings lange festgeschriebene Zinssätze nötig sowie Anreize, die Schulden schnell zu tilgen.

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Schlagworte zum Thema:  Wohnungseigentum

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