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Institut der deutschen Wirtschaft: Immobilienbranche rechnet mit Übernahmewelle

Fusionswelle in der Immobilienwirtschaft: Die meisten Firmen sehen in der Größe einen wichtigen Wettbewerbsvorteil
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Rund 85 Prozent der Wohnungsunternehmen erwarten im Jahr 2016 mindestens so viele Fusionen wie im vergangenen Jahr. Bei den Anbietern von Gewerbeimmobilien sind es ähnlich viele, die mit einer Übernahmewelle rechnen. Das zeigt die Befragung für den Immobilien-Index des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Außerdem wird die Nachfrage nach Wohnraum die Preise 2016 nach oben treiben. 66 Prozent der vom IW Köln in Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RBSM befragten Firmen rechnen mit weiter steigenden Immobilienpreisen. 84 Prozent gehen davon aus, dass die guten Finanzierungskonditionen bestehen bleiben, elf Prozent erwarten sogar, dass sie sich positiv entwickeln.

Allerdings könnten die zunehmend stärker regulierten Banken für einen Dämpfer sorgen: Die Geldhäuser müssen immer höhere Eigenkapitalanforderungen und Liquiditätspflichten erfüllen, was laut IW dazu führen könnte, dass sie die Kreditkonditionen verschärfen – oder einfach weniger Immobilienkredite vergeben.

Das erklärt, warum viele Befragte auch im kommenden Jahr mit weiteren Fusionen rechnen: Von den Wohnungsunternehmen erwarten mehr als 85 Prozent, dass im Jahr 2016 mindestens so viele Fusionen stattfinden wie im vergangenen Jahr, bei den Anbietern von Gewerbeimmobilien sind es ähnlich viele.

Die meisten Firmen sehen in der Größe einen wichtigen Wettbewerbsvorteil, der den Eintritt in den Kapitalmarkt erleichtert und internationale Investoren und Aktionäre lockt. Knapp die Hälfte der vom IW Köln befragten Immobilienfirmen befürchtet jedoch, dass große Unternehmen ihre Bestände schlechter verwalten könnten.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienbranche, Fusion

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