| IVD-Wohnkostenkarte 2012

In Deutschland kostet Wohnen im Durchschnitt meist 20 Prozent des Einkommens

Die Wohnkostenkarte geht von einer Mietwohnung, 3 Zimmer, 70 m² und einem mittleren Wohnwert aus
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Immobilienverband IVD will von nun an jährlich eine Wohnkostenkarte herausbringen, die die Wohnkosten in den TOP-10-Städten Deutschlands abbildet – und sie in Relation zu den Durchschnittseinkommen setzt.

Bisher gebe es zwar eine Vielzahl jährlicher Publikationen verschiedenster Marktteilnehmer zu den Mieten und Kaufpreisen in Deutschlands Regionen, sagt IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick. Meist beschränkten sich diese Produkte jedoch auf die Auswertung und grafische Darstellung von Durchschnittsmieten und Durchschnittspreisen. Ein ebenso wichtiger Faktor werde jedoch außen vorgelassen: die Höhe des Einkommens. Hier nun setze die IVD-Wohnkostenkarte an. "So manches Schreckensbild wird durch die Karte entzerrt", erklärt Schick. So betrage die Nettokaltmiete für eine 70 Quadratmeter große Drei-Zimmer-Wohnung mittleren Wohnwerts in Berlin durchschnittlich 6,20 Euro pro Quadratmeter und Monat, in München hingegen 10,70 Euro. Aufgrund des viel höheren Münchner Durchschnittsnettoeinkommens belasten die monatlichen Mietzahlungen die Münchner jedoch kaum mehr als die Berliner: In Berlin beträgt die durchschnittliche Wohnkostenbelastung 23 Prozent und in München 23,7 Prozent.

Insgesamt zeichnet die IVD-Wohnkostenkarte ein relativ homogenes Deutschland-Bild. Die Wohnkosten betragen in den meisten der dargestellten Städte etwa 20 Prozent oder liegen nur leicht darüber.

Schlagworte zum Thema:  Mietpreis, Durchschnittseinkommen, Marktanalyse

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