03.02.2015 | IVD

Umsätze am Zinshausmarkt steigen um 4,8 Prozent

Das Umsatzvolumen ist in Berlin etwa vier Mal so hoch wie in Hamburg
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Umsätze am Zinshausmarkt sind 2013 in den 50 größten deutschen Städten innerhalb eines Jahres um 4,8 Prozent von 13,1 auf 13,7 Milliarden Euro gestiegen. Das ist ein Ergebnis des IVD-Zinshausmarktberichts 2014/2015. Ein Grund sind die extrem niedrigen Zinsen. Dabei entfallen 34 Prozent der Umsätze auf Berlin, wo alleine im Teilmarkt Mehrfamilienhäuser 4,7 Milliarden Euro umgesetzt wurden.

Deshalb sind Immobilien aus Sicht des Immobilienverbands IVD derzeit trotz moderat steigender Preise erschwinglicher als jemals zuvor. Dieser Trend werde sich 2015 vermutlich nicht fortsetzen.

Der Handel mit deutschen Zinshäusern hat 2013 den höchsten Stand seit 2008 erreicht. Nach wie vor steht eine steigende Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern einem geringer werdenden Angebot gegenüber, was zu einem Anstieg der Preise führt. Das trifft insbesondere auf die Metropolen zu. Die Anzahl der Kauffälle ist gegenüber dem Vorjahr relativ stabil geblieben. 11.957 Transaktionen wurden 2013 registriert, dies entspricht einem leichten Rückgang von 1,6 Prozent. Je Transaktion wurden im Berichtszeitraum durchschnittlich 620.000 Euro umgesetzt. Das sind 90.000 Euro mehr als noch 2012.

Berlin bleibt größter Zinshausmarkt

Das gute Investitionsklima bleibt auch ausländischen Investoren nicht verborgen. Laut den befragten Zinshausexperten liegt der Anteil ausländischer Kaufinteressenten an den Zinshäusern der Befragten bei etwa 15 Prozent. Hier zeigt sich ein deutlich gesteigertes Interesse im Vergleich zum Vorjahr, als der Anteil noch bei sechs Prozent lag. Eine positive Entwicklung wird auch für die Preise erwartet. Allerdings erwarten die Experten trotz Preissteigerungen auf den Zinshausmarkt weniger stark steigende Mieten als noch im Vorjahreszeitraum.

Die Nachfrage nach Zinshäusern konzentrierte sich wie in den Vorjahren auf die Metropolen. Etwa 10,2 Milliarden Euro wurden 2013 in den zehn umsatzstärksten Städten erwirtschaftet. Dies entspricht einem Anteil von rund 74 Prozent am gesamten Zinshausumsatz.

Das Ranking der höchsten Umsätze im Teilmarkt der Mehrfamilienhäuser führt unangefochten Berlin mit 4,7 Milliarden Euro an. Das Umsatzvolumen ist damit in Berlin etwa vier Mal so hoch wie in Hamburg. Im Gegensatz zu anderen deutschen Großstädten ist der Berliner Markt für Wohn- und Geschäftshäuser noch nicht völlig leer gefegt und verspricht Kaufinteressenten ein breites Angebot. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Umsatzvolumen in Berlin um 15 Prozent gestiegen.

Hamburg überholt Düsseldorf

An zweiter Stelle der Rangliste folgt mit großem Abstand Hamburg mit einem Umsatzvolumen von 1,2 Milliarden Euro. Mit einem deutlichen Umsatzwachstum von 36 Prozent verdrängt der Stadtstaat Düsseldorf als zweitstärkste Stadt im Teilmarkt für Zinshäuser gegenüber dem Vorjahr. In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ist der Umsatz auf dem Zinshausmarkt im Vergleich zu 2012 um 46 Prozent auf 670 Millionen Euro zurückgegangen.

Neben Berlin und Hamburg zählen auch Dortmund, Essen und Stuttgart zu den Top-10 deutschen Städten mit einem starken Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr. Einen Umsatzrückgang hingegen haben neben Düsseldorf auch München, Köln und Frankfurt am Main hinnehmen müssen. In München, welches mit einem Transaktionsvolumen von 923 Millionen Euro an dritter Stelle der Umsatzrangliste liegt, gingen die Umsätze um acht Prozent zurück. In den viert- und fünftplatzierten Städten Köln und Frankfurt gingen die Umsätze um jeweils drei und 15 Prozent auf 682 beziehungsweise 650 Millionen Euro zurück.

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