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Studie: 60 Prozent der Studenten halten Image der Immobilienbranche für "mittelmäßig"

Durchstarten für hohe Einkünfte: Hauptmotive für die Wahl eines immobilienwirtschaftlichen Berufes sind die Gehälter
Bild: Comstock Images, a division of JupiterImages Corporation

40 Prozent der Studenten nicht-immobilienwirtschaftlicher Studiengänge bewerten das Image und die Attraktivität der Arbeitsplätze in der Immobilienwirtschaft als "sehr gut" und "ausgezeichnet". 60 Prozent der Befragten halten das Image für "mittelmäßig" oder "schlecht". Das sind Ergebnisse einer Studie der Irebs - International Real Estate Business School der Universität Regensburg, der Catella Property Valuation GmbH und der Initiative Corporate Governance.

Personen, die bei anderen Fragen mit mehr Detailkenntnissen zur Branche aufwarten konnten, urteilen durchweg besser. Die hierbei meist genannten Gründe bei den positiven Bewertungen waren die guten Verdienst- und Arbeitsmöglichkeiten.

Bei den negativen Bewertungen fielen vor allem der schlechte Ruf und die übersteigerte Gewinnorientierung der Branche ins Gewicht. Generell wird die Immobilienwirtschaft als eine wirtschaftlich bedeutende Branche mit hoher Kundenorientierung wahrgenommen.

Immobilienmakler führt das Ranking der Beliebtheit an

Bei den mit der Immobilienbranche in Verbindung gebrachten Berufen führt nach wie vor der "Immobilienmakler" (38 Prozent), mit großem Abstand folgt dann erst "Projektentwickler".

Im komparativen Vergleich der Branchen landet die Immobilienwirtschaft im oberen Mittelfeld. Insbesondere Trend-Themen wie Information & Kommunikation schneiden jedoch besser ab.

Die Studienergebnisse belegen, dass sich die positive Wahrnehmung der Immobilienbranche primär auf monetäre Aspekte, Karriereaussichten und hohe Zusatzleistungen bezieht. "Sinn" an der Aufgabe und selbstständiges Arbeiten werden von den Umfrageteilnehmern eher angezweifelt.

Kernaussagen der Studie

  • Das Branchenimage hat sich im Vergleich zu früheren Studien grundsätzlich verbessert.
  • Informierte Personen treffen positivere Einschätzungen.
  • "Immobilie" wird als monetär gute "Jobwahl" gesehen. Die Befragten sehen aber wenig sinnstiftende Tätigkeiten und bezweifeln auch selbstständiges sowie kreatives Arbeiten.
  • Die Themenkreise "Ethik" und "Werte" mögen aus der Sicht von innen abgedeckt sein. Aber: Die Außenwahrnehmung sagt uns das Gegenteil.
  • "Interdisziplinarität" und das Lösen drängender sozialer und gesellschaftlicher Fragen sind wichtige Branchenthemen, werden aber nicht wahrgenommen.

Die Karriereaussichten in der Immobilienwirtschaft sind nach Meinung der Befragten ausgezeichnet bis sehr gut. Die Hauptmotive für die Wahl eines immobilienwirtschaftlichen Berufes sind hierbei hohe Gehälter, gute Aufstiegsmöglichkeiten und gute Jobaussichten.

Aus der Studie kann darüber hinaus folgendes Fazit gezogen werden: Das schlechte Image der Immobilienwirtschaft wird seit langem von den Medien übermittelt, die Branche aber durchaus differenzierter wahrgenommen.

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Schlagworte zum Thema:  Studie, Immobilienbranche, Image

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