02.07.2013 | Colliers/CBRE

Investorenfokus bleibt auf deutschen Top-5-Büromärkten

Der Verkauf des Frankfurter Büroturms "Galileo" war maßgeblich am Umsatz beteiligt.
Bild: Siegfried Baier

Im 1. Halbjahr 2013 wurden Colliers zufolge knapp 13,1 Milliarden Euro in deutsche Gewerbeimmobilien investiert. Laut CBRE entfielen rund 5,6 Milliarden Euro (44 %) auf Büroimmobilien. Im Investorenfokus standen dabei erneut die fünf großen deutschen Metropolen.

In den sechs untersuchten Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart lagen die Marktanteile von Büroimmobilien dem Bericht von Colliers International zufolge meist noch deutlich höher und reichten von 45 Prozent in Düsseldorf bis 84 Prozent in Frankfurt. CBRE zufolge entfielen mit 6,8 Milliarden Euro mehr als die Hälfte des Transaktionsvolumens auf die Büro-Investmentzentren.

Mit deutschlandweit rund 3,6 Milliarden Euro beziehungsweise 27 Prozent Marktanteil folgten Einzelhandelsimmobilien auf dem zweiten Platz. In Logistik- und Industrieimmobilien wurden etwa 1,1 Milliarden Euro angelegt. Ihr Marktanteil lag bei rund acht Prozent.

Offene Immobilienfonds sowie vor allem Spezialfonds investierten in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 3,3 Milliarden Euro in deutsche Gewerbeimmobilien. Dies entspricht einem Marktanteil von 25 Prozent. CBRE kommt zu ähnlichen Ergebnissen: 2,9 Milliarden Euro rund 23 Prozent. Davor platzierten sich noch Privatanleger und Family Offices sowie Projektentwickler mit Investitionsvolumina von rund 1,5 Milliarden Euro (CBRE: 1,7 Milliarden Euro) beziehungsweise rund 1,1 Milliarden Euro. Versicherungen und Pensionskassen steigerten ihr Engagement laut CBRE um 135 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro.

CBRE: Investmentzentren dominieren das Investoreninteresse

Gegenüber der ersten Jahreshälfte 2012 erhöhte sich in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München das Investitionsvolumen um 54 Prozent. Mit einem Transaktionsvolumen von 1,63 Milliarden Euro (+ 121 Prozent gegenüber dem Vorjahr) belegt Frankfurt den ersten Platz vor München mit 1,57 Milliarden (+ 2 Prozent) und Berlin mit 1,35 Milliarden Euro (+ 36 Prozent). In Hamburg erhöhte sich das Investmentvolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 48 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro. In Düsseldorf (inkl. Umland) wurde mit einem aktuellen Volumen von 1,09 Milliarden Euro sogar eine Steigerung von 209 Prozent registriert.

Inländische Investoren erhöhten ihre Aktivität auf Käuferseite deutlich. Zeichneten nationale Akteure im Vorjahreszeitraum noch für 66 Prozent der Investments verantwortlich, so waren es in den vergangenen sechs Monaten 72 Prozent. In den fünf Top-Standorten lag ihr Anteil bei 76 Prozent. Ausländische Investoren legten rund 3,6 Milliarden Euro in deutschen Gewerbeimmobilien an. Überwiegend stammte das Geld aus Nordamerika (43 Prozent), Asien und dem Mittleren Osten (28 Prozent) sowie aus EU-Ländern (24 Prozent).

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büroimmobilie

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