03.12.2012 | iii-Investments

Günstiges Umfeld für eigenkapitalstarke Investoren in Kerneuropa

Der obere Bereich wird unter anderem von Berlin dominiert
Bild: Matthias Mittenentzwei ⁄

Die Märkte entwickeln sich in Kerneuropa bei stabilen bis leicht steigenden Spitzenmieten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von iii-investments zum europäischen Gewerbe-Immobilienmarkt. Die Zurückhaltung der Banken sorgt für ein günstiges Umfeld für eigenkapitalstarke Anleger.

Die Investmentmärkte sind europaweit aktuell durch die geringe Fremdkapitalverfügbarkeit beeinflusst. Für Core+ oder Value added-Objekte gibt es von Banken kaum mehr Finanzierungen, die über 50 Prozent des Beleihungswertes hinausgehen. Entsprechend viel Eigenkapital wird für Investments benötigt. Alternative Finanzierungsformen wie Debt Fonds werden die Lücke nur begrenzt schließen können.

Vor dem Hintergrund sieht Reinhard Mattern, Geschäftsführer iii-investments, derzeit Chancen für eigenkapitalstarke Investoren: "Wer nicht auf Fremdkapital angewiesen ist, kann aktuell sowohl als Erwerber als auch als Fremdkapitalgeber auf Grund der Finanzierungslücke attraktive Renditen erzielen", sagt er. Das gelte insbesondere für Objekte aus den Segmenten Core+ und Value added.

Französische B-Städte finden sich in der Spitzengruppe wieder

Unverändert wird der obere Bereich von Standorten aus Deutschland (Berlin, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart), Schweden (Stockholm) und Österreich (Wien) dominiert. Die niedrigen Zinsen werden sich dort mittelfristig positiv auf die wirtschaftlichen Aktivitäten auswirken und die Mietnachfrage auf den Immobilienmärkten beleben. Bei den deutschen Märkten übernimmt Hamburg die Spitzenposition vor Stuttgart.

Mit dem Rückgang der Staatsanleiherenditen in Krisenländern wie Spanien, Italien und Portugal stellt sich aus antizyklischer Perspektive die Frage, ob ein Einstiegszeitpunkt in die Immobilienmärkte dieser Länder näher rückt. Die Experten von iii-investments vertreten aber unverändert die Meinung, dass die Preise bei weitem nicht so gefallen sind, dass diese die wirtschaftliche Verfassung der Länder widerspiegelt. Die Anfangsrenditen sind mit 5,5 bis 6 Prozent unverändert unattraktiv. Entsprechend befinden sich die dortigen Immobilienstandorte (Barcelona, Lissabon, Madrid, Mailand, Rom) weiter am Ende der Skala.

Eine kleine "Widerauferstehung" feiert Dublin. Die irische Stadt hat als erster Standort aus den sogenannten PIIGS-Ländern den kritischen Bereich verlassen. Hier wirken sich die rückläufige Staatsanleiherendite und die verbesserten Produktivitätskennziffern positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit des Landes aus.

Nur noch verhalten fällt die Bewertung von Paris (CBD) und London Westend aus. Beide Standorte hatte iii-investments 2009 und 2010 als attraktiv beurteilt. Die B-Märkte von Großbritannien sind, wie Glasgow wegen der hohen relativen Rendite, im selektiv attraktiven Bereich oder, wie Birmingham, im moderaten Bereich zu finden. Äußerst positiv fällt das Urteil in Bezug auf die französischen B-Standorte Lyon und Marseille aus, die sich in der Spitzengruppe wiederfinden.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienmarkt, Immobiliendienstleister

Aktuell

Meistgelesen