| Henderson Global Investors

Investoren meiden Südeuropa

Südeuropäische Länder wie Spanien gelten als unsichere Investitionsziele
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Verhalten der Immobilieninvestoren in Europa wird 2012 insgesamt eher zurückhaltend sein. Zu diesem Ergebnis kommt ein Marktbericht von Henderson Global Investors zu den Auswirkungen der aktuellen politischen Entwicklungen. Vor allem Südeuropa wird derzeit gemieden.

„Der kurzfristige Erfolg der Reformen wird sowohl von Wirtschaftsexperten als auch von Investoren angezweifelt. Es ist nur nachvollziehbar, dass Investoren ihre Transaktionen sehr genau prüfen, und mit ihren Entscheidungen eher abwarten bis die Situation in Europa klarer ist“, sagt Stefan Wundrak, Director of Research bei Henderson Global Investors. Dies beeinflusse auch die Wertentwicklung von Immobilien, die aufgrund der Unsicherheiten bestenfalls stagnieren werde.

Preisentwicklung auf Core-Immobilienmärkten kühlt ab

Es wird weiterhin eine hohe Nachfrage nach Prime-Objekten in Core Ländern geben, während opportunistische Immobilien nach wie vor kaum interessant sind. „Investoren sollten mit ihren Renditeerwartungen vorsichtiger sein. Die Entwicklungen der letzten Monate haben die Märkte aufgeweckt und den Realitätssinn geschärft. Dies wird zu einem Ende der Preiserhöhungen führen“, führt Wundrak aus. Er verweist zudem auf die Abkühlung des britischen Immobilienmarktes, der sich in der Vergangenheit als verlässlicher Frühindikator für die europäischen Immobilienmärkte erwiesen hat. „An der Befürchtung, dass es eine Überhitzung der eher sicheren Märkte Deutschland, Frankreich, Schweden und der Schweiz gibt, ist sicher etwas dran“, sagt Wundrak. Dies beruhe hauptsächlich auf der weiterhin hohen Nachfrage nach Core-Immobilien.

Südeuropa leidet unter schwierigen wirtschaftlichen Entwicklungen

Internationale Investoren werden bei ihren Investitionsüberlegungen die südeuropäischen Immobilienmärkte 2012 kaum beachten und den lokalen Anbietern überlassen. Dies ist ein weiteres Ergebnis des aktuellen Marktberichtes der Henderson-Experten. „Die südeuropäischen Immobilienmärkte leiden indirekt unter der derzeitigen schwierigen wirtschaftlichen Entwicklungen und einem schwachen Privatsektor“, so Wundrak.

Die Investitionsbedingungen seien unter anderem aufgrund der staatlichen Sparmaßnahmen, Unternehmens- und konsumentenbelastenden Steuerreformen und einem damit verbundeneren Nachfrageabschwung derzeit nicht attraktiv.

Schlagworte zum Thema:  Investor, Europäischer Wirtschaftsraum, Europa, Analyse, Studie

Aktuell

Meistgelesen