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Investoren bleiben wegen Eurokrise übervorsichtig

Trotz Eurokrise: Für 2013 wird ein leichter Anstieg des Transaktionsvolumens erwartet
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Nach einem geschätzten Rückgang des Investitionsvolumens für europäische Gewerbeimmobilien um vier Prozent auf 108 Milliarden Euro im Jahr 2012 erwartet DTZ, dass die Marktbedingungen auch im kommenden Jahr angespannt und Investoren wegen der Eurokrise weiterhin vorsichtig bleiben.

Dennoch prognostiziert DTZ für das kommende Jahr einen leichten Anstieg des Transaktionsvolumens auf 113 Milliarden Euro. Als einen Grund sieht das Unternehmen, dass sich Banken vermehrt von Immobilien, die aus notleidenden Krediten in den Bestand kamen, trennen werden. Einige Investoren würden daher abseits der Core-Immobilien investieren und so das Transaktionsvolumen steigern. Für das Jahr 2014 geht DTZ von einem weiteren Wachstum auf 118 Milliarden Euro aus. 

Die Vorsicht der Investoren liegt in der anhaltenden Unsicherheit über die europäische Schuldenkrise. Die Wahrscheinlichkeit, dass einige Mitgliedsstaaten die europäische Währungsunion verlassen könnten, ist höher als je zuvor. Der Ausblick für das Jahr 2013 unterstreicht allerdings, dass überdurchschnittliche Renditen nur zu erzielen sind, wenn abseits von Premiumimmobilien investiert wird. Diese bergen aus Sicht von DTZ nicht die großen Risiken, die von vielen erwartet werden.

Viele Investoren, die außerhalb von Core-Immobilien investieren, haben Kapital eingesammelt und sind zunehmend frustriert, da es an einem ausreichenden Angebot an investierbaren notleidenden Immobilien mangelt. Das Mietwachstum werde in den nächsten fünf Jahren für weniger hochwertigere Büros voraussichtlich stärker sein als für die Premiumimmobilien.

Die Angst vor deutlichen Mietrückgängen von Büros geringerer Qualität ist DTZ-Einschätzungen zufolge von den meisten Marktteilnehmern überbewertet. Die gestiegenen Renditen für weniger hochwertige Objekte bildeten nicht die tatsächlichen Risiken ab, vor allem wenn man die soliden Prognosen für die Büromieten in Europa berücksichtige. 

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Investition, Eurokrise

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